Santhiaba Manjacque

Santhiaba Manjacque
Santhiaba Manjacque (Senegal)
Santhiaba Manjacque (Senegal)
Koordinaten 12° 22′ N, 16° 33′ WKoordinaten: 12° 22′ N, 16° 33′ W
Basisdaten
Staat Senegal
Region Ziguinchor
Département Oussouye
Arrondissement Kabrousse
Höhe 20 m
Fläche 128,3 km²
Einwohner 3041 (2023)
Dichte 23,7 Ew./km²

Santhiaba Manjacque ist eine Gemeinde (commune) im Département Oussouye der Region Ziguinchor, gelegen im Südwesten Senegals. Sie besteht aus dem namensgebenden Hauptort (chef-lieu) sowie weiteren Dörfern (villages) und Weilern (hameaux).

Geographische Lage

Die Gemeindegebiet von Santhiaba Manjacque liegt im Südwesten der Casamance an der Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal in den Schwemmlandgebieten südlich des Casamance-Stromes. Im Osten ist es begrenzt vom Kamobeul Bôlon und im Westen vom Ourong Bôlon. Diese beiden Bolongs unterliegen dem Gezeitenstrom des Atlantik, der vom Casamance-Strom aus nach Süden durch die beiden Gewässer hin- und herflutet und sie mit vielen Verzweigungen ausgewaschen hat.

Teile des Gemeindegebietes liegen im Nationalpark Basse-Casamance, der bis zu seiner Schließung eine Lebensgrundlage für viele der Einwohner geboten hatte.

Der Hauptort Santhiaba Manjacque liegt nur 1500 Meter von der Staatsgrenze entfernt 13 Kilometer südlich der Départementspräfektur Oussouye auf 20 m Meereshöhe und 275 Kilometer südlich der Hauptstadt Dakar. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 128,30 km². Benachbarte Kommunen sind im Uhrzeigersinn Diembéring im Westen, Oukout im Norden und im Osten liegt Nyassia.

Geschichte

Wegen der Nähe der Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal waren Dörfer im Gemeindegebiet schon in den 1960er Jahren vom Befreiungskrieg der PAIGC betroffen. Unter dem bewaffneten Casamance-Konflikt in den 1990er und 2000er Jahren hatte die Landgemeinde Santhiaba Manjacque besonders schwer zu leiden. Die Bevölkerung von 12 Dörfern war von Vertreibung betroffen und begann erst um 2010 in ihre Heimat zurückzukehren, während vier Dörfer vollständig verlassen blieben (Ering, Essoukoudiack, Santhiaba Manjacque und Kahème).

Das Dorf Santhiaba Manjacque war seit 1972 Hauptort einer Landgemeinde (communauté rurale) und die erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals den Status einer Gemeinde (Commune).

Bevölkerung

Die letzten Volkszählungen ergaben für die Gemeinde jeweils folgende Einwohnerzahlen:

Jahr Einwohner
19884652
20024392
20132991
20233041

Nach dem Zensus von 1988 umfasste die damalige Landgemeinde Santhiaba Manjacque 16 Dörfer. Der Hauptort Santhiaba Manjacque war eher klein und hatte 199 Einwohner. Größer war die Gruppe der sechs Dörfer von Youtou, die zusammen 1846 Einwohner hatten sowie die Gruppe der vier Dörfer von Effoc mit zusammen 740 Einwohnern. Und schließlich hatte das Dorf Djirack 551 Einwohner. Im Jahr 2013 wurde für den Hauptort von 382 Einwohnern ausgegangen und die sechs Dörfer von Youtou hatten zusammen 2608, die vier von Effoc 1109 und Djirack 698 Einwohner. Und die Gemeinde umfasste unverändert 16 Dörfer.

Verkehr

Die Gemeinde Santhiaba Manjacque wird nicht von dem Fernstraßennetz in Senegal erschlossen. Eine Verbindung zur N 6 bietet einzig eine elf Kilometer lange geschotterte Stichstraße, die von Oukout in den Nationalpark Basse-Casamance und in den Hauptort Santhiaba Manjacque führt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Kamobeul Bôlon bei Geonames
  2. ↑ OpenStreetMap: Ourong Bôlon - Ourong Bôlon bei Geonames
  3. ↑ Entfernungen messen mit Google Maps
  4. 1 2 Citypopulation: Senegal: Gemeindegliederung
  5. ↑ OpenStreetMap: Santhiaba Manjacque
  6. ↑ USAID: Plan local d’hydraulique et d’assainissement -PLHA. Communauté rurale de Santhiaba Manjacque - Octobre 2010 (Memento vom 7. Juni 2023 im Internet Archive)
  7. ↑ Recensement Général de la Population et de l'Habitat 1988: Link zum PDF-Download der Rapports je Region - RGPH 1988: Repertoire des villages, region de Ziguinchor (Memento vom 11. September 2024 im Internet Archive; PDF; 619 KB); alle Dörfer und Weiler (CR Santhiaba Manjacque) siehe Seite 20 der Datei
  8. ↑ ANSD: Résultats préliminaires du Troisième Recensement Général de la Population et de l’Habitat du Sénégal de 2002 (RGPH-III) (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive), Santhiaba Manjacque Seite 37 der PDF-Datei 1,61 MB
  9. ↑ ANSD: Rapport Projection de la Population du Senegal 2013 - 2063 (RGPHAE 2013) Santhiaba Manjacque Seite 45 der PDF-Datei 1,553 MB
  10. ↑ Youtou bei Geonames - Effoc bei Geonames - Djirack bei Geonames
  11. ↑ Répertoire des villages officiels du Sénégal (Memento vom 24. Juli 2013 im Internet Archive)