Sassenberg

Wappen Deutschlandkarte
Sassenberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sassenberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 59′ N, 8° 2′ OKoordinaten: 51° 59′ N, 8° 2′ O
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Kreis: Warendorf
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 78,08 km²
Einwohner: 14.505 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48336
Vorwahlen: 02583, 05426, 02588Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WAF, BE
Gemeindeschlüssel: 05 5 70 036
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schürenstraße 17
48336 Sassenberg
Website: www.sassenberg.de
Bürgermeister: Josef Uphoff (CDU)
Lage der Stadt Sassenberg im Kreis Warendorf
KarteNiedersachsenBielefeldHammKreis CoesfeldKreis GüterslohKreis SoestKreis SteinfurtKreis UnnaMünsterAhlenBeckumBeelenDrensteinfurtEnnigerlohEverswinkelOeldeOstbevernSassenbergSendenhorstTelgteWaderslohWarendorf
Karte

Sassenberg (plattdeutsch Sassenbiärg) ist eine kreisangehörige Stadt im Nordosten des Kreises Warendorf im Regierungsbezirk Münster in Nordrhein-Westfalen.

Geografie

Lage

Die Stadt Sassenberg liegt sechs Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Warendorf an der Hessel. Hier schneiden sich die Bundesstraßen 475, 476 und 513. In ihrer jetzigen Ausdehnung besteht sie seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969.

Gemeindegliederung

Ortsteile von Sassenberg

Sassenberg besteht aus der Kernstadt Sassenberg sowie den Ortsteilen Füchtorf, Dackmar und Gröblingen.

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

Das Gebiet der Stadt Sassenberg liegt hydrologisch im Flusssystem der Ems. Die wichtigsten Oberflächengewässer sind die Hessel, die Bever und die Ems. Die Hessel und die Bever sind Nebenflüsse der Ems. Die Hessel durchfließt die Kernstadt, während die Bever das südliche Stadtgebiet berührt. Die Ems verläuft am südlichen und östlichen Rand des Stadtgebiets und prägt dort die Emsauenlandschaft.

Daneben bestehen mehrere Seen und Teiche, darunter die Feldmarkseen, die aus ehemaligen Kiesabbaugebieten hervorgegangen sind. Im Stadtgebiet befinden sich mehrere Moor- und Feuchtgebiete, insbesondere in den Flussniederungen. Zu den bedeutenden Feuchtgebieten zählen Teile der Emsaue mit Feuchtwiesen, Altarmen und Bruchwaldresten sowie kleinere Moor- und Sumpfbereiche im Umfeld der Feldmark.

Im Stadtgebiet gibt es folgende Naturschutzgebiete: Füchtorfer Moor (WAF 007), das Naturschutzgebiet Tiergarten und Schachblumenwiese (WAF 019), sowie Teile des Naturschutzgebiets Emsaue (WAF 048) entlang der Ems südlich der Kernstadt. Die Schutzgebiete umfassen vor allem Moor-, Feuchtwiesen- und Auenlandschaften mit Bruchwaldresten und dienen dem Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten.

Geschichte

Die alte Titularstadt Sassenberg war in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts Residenzstadt der Fürstbischöfe von Münster, bevor sie 1803 Bestandteil des Königreichs Preußen wurde.

Im Zuge der beginnenden Industrialisierung wurde durch die Gründung einer Kammgarnspinnerei und Färberei im Jahre 1858 ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung eingeleitet.

In der jüngeren Vergangenheit führte die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe zu weiterer wirtschaftlicher Entwicklung. Mit der Verbesserung der infrastrukturellen Voraussetzungen verfolgt die Stadt auch weiterhin das Ziel der Ansiedelung neuer Gewerbebetriebe.

Am 1. Juli 1969 wurden die Gemeinden Dackmar, Füchtorf und Gröblingen eingegliedert.

Das Archiv der Stadt Sassenberg liegt seit 1977 im Kreiszentralarchiv Warendorf.

Politik

Stadtrat

Stadtratswahl 2020
 %
50
40
30
20
10
0
42,0
22,9
12,2
11,9
11,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−5,9
+2,2
+4,5
+6,8
−7,4

Der Rat der Stadt Sassenberg setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen:

Partei/ListeCDUFWGSPDGRÜNEFDPGesamt
Sitze 2020 12 7 3 4 4 30
Sitze 201413552126
Sitzverteilung 2020 im Stadtrat Sassenberg
     
Insgesamt 30 Sitze
  • SPD: 3
  • Grüne: 4
  • FWG: 7
  • CDU: 12
  • FDP: 4

Bürgermeister

Gemeindepartnerschaften

Partnergemeinden von Sassenberg sind seit 1991 Löcknitz und Plöwen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Freundschaftsvertrag mit den Gemeinden des Amtes Löcknitz wurde feierlich am 5. Oktober 1991 unterzeichnet. Die jeweiligen Vereine, sonstigen Einrichtungen und Institutionen aber auch private Beziehungen haben durch vielfältige Aktivitäten zum Ausbau und zur Vertiefung dieser Städtefreundschaft beigetragen.

Wappen

Das Wappen wurde der alten Gemeinde am 16. Januar 1939 verliehen und am 16. Dezember 1969 zur Weiterführung genehmigt.

Es zeigt in Rot drei aufgerichtete goldene Kurzschwerter über einem goldenen Dreiberg im Schildfuß. Die Kurzschwerter (Sassen = Sax und der Dreiberg) sind als redende Symbole für den Ortsnamen in das Wappen aufgenommen.

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche St. Johannes Evangelist
Innenbereich der Pfarrkirche St. Johannes

Religion

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Technotrans Haupteingang in Sassenberg

In Sassenberg und Füchtorf ansässig sind u. a. folgende Unternehmen:

Landwirtschaft

Im Stadtteil Füchtorf dominiert der Spargel-Anbau. In der Interessengemeinschaft Füchtorfer Spargelanbauer sind 15 Höfe organisiert.

Soziale Einrichtungen

In Sassenberg befindet sich das Altenzentrum St. Josef Sassenberg.

Verkehr

Sassenberg ist Knotenpunkt der Bundesstraßen 475, 476 und 513. Die B 475 ist im Bereich der Stadtmitte und dem Ortsteil Füchtorf als Umgehungsstraße ausgebaut.

Planungen, die B 476 als Umgehungsstraße nördlich des Naherholungsgebiets Feldmark zu führen, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren, wurden vorerst verworfen.

Die Anbindung Sassenbergs an den Öffentlichen Personennahverkehr beschränkt sich auf eine (an Werktagen) vertaktete Buslinie in die Kreisstadt Warendorf (Westfalenbus GmbH); über die Kreisgrenze verkehren einzelne Fahrten im Schülerverkehr nach Glandorf, Versmold und Harsewinkel. Die Oberzentren Bielefeld und Osnabrück sind somit nur umwegig zu erreichen: nach Osnabrück via Warendorf und Münster, nach Bielefeld via Warendorf mit der RB 67 (Warendorfer Bahn).

Durch Sassenberg führen drei Radwanderwege: Die 100-Schlösser-Route, der Radweg Historische Stadtkerne und die Grenzgängerroute Teuto-Ems.

Erholungsgebiet Feldmark

Das Erholungsgebiet Feldmark befindet sich nordöstlich von Sassenberg und hat eine Größe von insgesamt 114 ha. Im Zentrum des Erholungsgebietes liegt der Feldmarksee. Dieser hat eine Wasserfläche von rund 13 ha und verfügt über eine Vogelschutzinsel. In den Sommermonaten ist ein Teil des Sees als bewachte Badezone abgetrennt. Am See können Tretboote ausgeliehen werden. Rund um den See findet am ersten August-Wochenende der Sassenberger Feldmark-Triathlon statt.

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

Besonderes

Im Naturschutzgebiet Schachblumenwiesen kommt die in Deutschland sehr seltene und naturgeschützte Schachblume (Fritillaria meleagris) vor. Die Schachblumen gedeihen heute größtenteils im nahen Umfeld der durch Sassenberg fließenden Hessel.

Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten haben bzw. hatten ihren Wohnsitz in Sassenberg bzw. Füchtorf:

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2025 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 16. Juni 2026. (Hilfe dazu)
  2. ↑ Flussgebietseinheit • Die Ems | De Eems. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  3. ↑ Ems in Sassenberg. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  4. ↑ Feldmark Sassenberg. Touristik Münsterland, abgerufen am 18. Mai 2016.
  5. ↑ Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW – Fachinformation - Gebietslisten – Naturschutzgebiete gesamt - NSG Fuechtorfer Moor. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  6. ↑ Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW – Fachinformation - Gebietslisten - Naturschutzgebiete gesamt – NSG Tiergarten und Schachblumenwiese. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  7. ↑ Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW – Fachinformation - Gebietslisten - Naturschutzgebiete gesamt – NSG Emsaue. Abgerufen am 18. Mai 2026.
  8. ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 97.
  9. ↑ Ratswahl - Kommunalwahlen 2020 der Stadt Sassenberg - Gesamtergebnis. Abgerufen am 21. September 2020.
  10. ↑ http://www.sassenberg.de/fileadmin/dokumente/Wahlen/Sitzvert2014.pdf
  11. ↑ Christopher Irmler: Ein Mann mit vielen Gesichtern. In: wn.de. Westfälische Nachrichten, 23. Oktober 2020, abgerufen am 29. September 2023.
  12. ↑ Bürgermeister Heinrich Schwienheer. In: session.sassenberg.de. Stadt Sassenberg, abgerufen am 29. September 2023.
  13. 1 2 http://www.sassenberg.de/346.html
  14. ↑ Fred Kaspar, Josef Lutterbeck, Laurenz Sandmann, Christian Steinmeier: Altes Zollhaus in Sassenberg (= Westfälische Kunststätten, Band 131). Westfälischer Heimatbund, Münster 2023.
  15. ↑ Motorradmuseum (Memento vom 27. August 2004 im Internet Archive)
  16. ↑ Motorradmuseum (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)
  17. ↑ Radrouten auf deutsche-fachwerkstrasse.de, abgerufen am 17. April 2022.
  18. ↑ Münsterland e. V.: Radfahren in Sassenberg | Münsterland e. V. Tourismus. Abgerufen am 17. Juni 2017.
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