Karl Schaidler (* 14. März 1908 in München; † 1990) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne, Film und Fernsehen.
Schaidler absolvierte die Mittelschule und erhielt seine künstlerische Ausbildung an einer Theaterschule und dem Kutscher-Seminar in München. Er begann 1933 an der Bayerischen Landesbühne, wechselte anschließend an das Fürther Stadttheater, ehe er ab Ende der 30er Jahre endgültig an Münchner Spielstätten zurückkehrte. In der Spielzeit 1938/39 wirkte er am Volkstheater München in der Uraufführung des Kriegsstücks Die Freiwilligen von Paul Alverdes mit. Während des Zweiten Weltkriegs war er zeitweise zur Wehrmacht einberufen. Im Dezember 1941 trat er im Münchner Volkstheater im Rahmen einer Feierstunde zum 50. Geburtstag des Schauspielers und Dichters Hans Fitz gemeinsam mit Irene Kohl und Hans Fitz in einer Szene aus der Filser-Komödie von Hans Fitz auf. In der Spielzeit 1941/42 war er am Münchner Volkstheater an der Seite von Eduard Loibner und Anton Reimer als Tischler in der Nestroy-Posse Der böse Geist Lumpazivagabundus zu sehen. In der Spielzeit 1942/43 war er am Münchner Volkstheater gemeinsam mit Emil Matousek in den Hauptrollen der Verwechslungskomödie Die beiden Stacherl von Willem Holsboer zu sehen.
Nach 1945 trat er zunächst bis 1948 an der „Bayerischen Staatsoperette“, dem späteren Theater am Gärtnerplatz, auf. In den 50er Jahren gastierte er in mehreren kleinen Rollen am Bayerischen Staatsschauspiel. 1954 trat er im Deutschen Theater in München neben Johannes Heesters, Gitta Lind und Ado Riegler in der Operette Hochzeitsnacht im Paradies von Friedrich Schröder auf. Ab der Spielzeit 1958/59 war er festes Ensemblemitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz, dem er viele Jahre lang bis zum Ende der Spielzeit 1974/75 angehörte, und wo er zahlreiche Rollen „meisterhaft gestaltete“. Im April 1966 übernahm er am Staatstheater am Gärtnerplatz die Rolle des Dolmetschers in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals Der König und ich. Im Februar 1967 wirkte er am Staatstheater am Gärtnerplatz als Bankbeamter Green in der Uraufführung des Musicals Millionen für Penny von Lotar Olias mit. In der Spielzeit 1980/81 war er an der Lore-Bronner-Bühne in München engagiert.
Kurz nach Anbruch des Tonfilmzeitalters in Deutschland wurde Schaidler auch als Synchronsprecher herangezogen. Seit seinem Debüt in dem Propagandafilm Um das Menschenrecht (1934) wirkte Schaidler auch in Kinofilmen mit, kam dort aber nur selten über Chargenrollen hinaus. In Henker, Frauen und Soldaten (1935) spielte er an der Seite von Hans Albers. Seit den ausgehenden 1950er Jahren begann das Fernsehen für ihn immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. In den 1960er Jahren sah man ihn auch in mehreren Folgen der ZDF-Serien Das Kriminalmuseum und Königlich Bayerisches Amtsgericht. Seine letzten Auftritte im Fernsehen absolvierte Karl Schaidler in zwei Derrick-Kriminalfällen.
Schaidler arbeitete auch für den Hörfunk. Ab Ende der 30er Jahre war beim Reichssender München bei Hörspielen sowie in Kultur- und Musiksendungen als Sprecher tätig. Im Februar 1949 war er neben Traute Rose, Ursula Herking, Fee von Reichlin, Rupert Glawitsch und Arno Assmann in einer Münchner Rundfunkaufnahme des musikalischen Lustspiels Eine Nacht mit Rosita von Peter Igelhoff zu hören. Im März 1949 wirkte er neben Maria Eiselt, Waldemar Frahm, Karl Schönböck und Lilly Preisig in einer Münchner Rundfunkaufnahme der Operette Bezauberndes Fräulein von Ralph Benatzky mit.
Schaidler war verheiratet und Vater von zwei Kindern.
(Anmerkung:)
Residenztheater
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schaidler, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Schaidler, Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1908 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 1990 |