Schaltwalze

Die Schaltwalze ist ein Bauteil eines Klauengetriebes, das meist bei Motorrädern verwendet wird. Sie wird zum Schalten eines sequenziellen Getriebes benötigt.

Funktionsweise

Das Getriebe besteht aus einer Antriebswelle, einer Abtriebswelle und einer Vorgelegewelle. Über die Antriebswelle wird die Kraft auf die Vorgelegewelle und von dort auf die Abtriebswelle übersetzt und übertragen.

Vorgelegewelle und Antriebs- bzw. Abtriebswelle stehen über Zahnräder ständig miteinander in Eingriff. Aus diesem Grund muss bei jedem Gangradpaar eines lose (Losrad) und das andere drehfest (Festrad) mit der Welle verbunden sein. Die Kraftübertragung zwischen den beiden Wellen findet erst statt, wenn ein Schaltrad ein Losrad drehfest mit der Welle verbindet. Diese Schalträder sind ebenfalls Festräder auf ihrer jeweiligen Wellen. Sie werden durch die Schaltkulisse nach links oder rechts verschoben. Die Schaltkulisse kann man sich als Gassen auf der Schaltwalze vorstellen, in denen die Schaltgabeln laufen. Die Schaltgabeln fassen in die Schaltmuffen der Schalträder. Durch das Verschieben fassen die Schaltklauen des Schaltrades in die Fenster eines Losrades. Dadurch wird das Losrad mit dem Festrad und somit auch drehfest mit der Welle verbunden.

Die Schaltkulisse wird über die Schaltwalze verschoben, die wiederum durch die Schaltklinke verdreht wird. Die Schaltklinke wird durch den Fußschalthebel betätigt. Durch das Hochziehen des Fußschalthebels werden die oberen Gänge (2., 3., 4., 5. und eventuell 6.) geschaltet, durch Herunterdrücken heruntergeschaltet und der 1. Gang geschaltet.