| Marktgemeinde Schardenberg | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Schärding | |
| Kfz-Kennzeichen: | SD | |
| Fläche: | 31,63 km² | |
| Koordinaten: | 48° 31′ N, 13° 30′ O | |
| Höhe: | 543 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.487 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4784 | |
| Vorwahl: | 07713 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 14 23 | |
| NUTS-Region | AT311 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Schärdinger Straße 4 4784 Schardenberg | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Stefan Krennbauer (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (25 Mitglieder) |
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| Lage von Schardenberg im Bezirk Schärding | ||
Die Pfarrkirche Schardenberg | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Schardenberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2487 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding. 2009 wurde Schardenberg von der Oberösterreichischen Landesregierung zur Marktgemeinde erhoben.
Der Hauptort Schardenberg der Gemeinde Schardenberg liegt auf 543 m Höhe im Innviertel. Das Gemeindegebiet ist der Raumeinheit Sauwald zugeordnet, seine Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,4 km, von West nach Ost 9,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 31,6 km². 28,8 % der Fläche sind bewaldet, 61,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Die Geographie des Gemeindegebietes ist von großer Abwechslung gekennzeichnet: Die Ortschaften Achleiten, Ingling und Unedt liegen im Tal des Unteren Inn, während sich die höher gelegenen Ortschaften der Gemeinde auf dem Plateaurücken des Sauwaldes befinden. Bei Ingling liegt das Inn-Kraftwerk Passau-Ingling der ÖBK, auf dem Fronberg befindet sich der Sender Schardenberg, der vom ORF erbaut wurde.
Das Gemeindegebiet umfasst folgende 14 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Asing, Fraunhof, Gattern, Lindenberg, Luck und Schardenberg.
| Passau (DE, Bayern) |
Freinberg | |
| Neuburg am Inn (DE, Bayern) |
Esternberg | |
| Wernstein Brunnenthal |
Rainbach im Innkreis | Münzkirchen |
Zu den interessantesten historischen Zeugnissen der Gegend gehört ein römischer Altar für Jupiter aus dem Jahr 230 n. Chr., der auf die einstige Existenz eines Straßenpostens der Legio II Italica hinweist und der sich heute in der Pfarrkirche Wernstein am Inn befindet.
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war das Gebiet um Schardenberg Teil des Herzogtums. 1084 erfolgt die erste Erwähnung von Schardenberg in den sogenannten Schardenberger Stiftungsbriefen.
Zur Zeit der frühen Kirchenorganisation im Mittelalter gehörte Schardenberg als Filiale zur Urpfarre St. Severin. 1182 wurde St. Severin mit dem für die Verwaltung der Innbrücke zuständigen „Innbruckamt“ dem St. Ägidien-Spital in der Innstadt inkorporiert. Das „Innbruckamt“ verwaltete seither auch die dem Spital inkorporierten Pfarren, die vom jeweiligen „Bruckpfarrer“ zu vergeben waren. Zu diesen zählten neben St. Severin mit Schardenberg und Wernstein auch St. Weihflorian, Kellberg, Hauzenberg, Kopfing, Münzkirchen und Tettenweis. Bald nach der Inkorporation von St. Severin wurde der Sitz dieser Pfarre in die Spitalskirche St. Ägidien/St. Gilgen verlegt, wo er bis 1653 verblieb. Seit 1785 ist Schardenberg eine eigenständige Pfarre.
Bis 1779 war Schardenberg unter bayerischer Landeshoheit, ehe es in jenem Jahr nach dem Frieden von Teschen zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin „Innbaiern“ geheißen hatten, als „Innviertel“ zu Österreich kam. Der Untere Inn, der bis dahin in erster Linie ein Handelsweg innerhalb Bayerns gewesen war, wurde damit zum Grenzfluss zwischen dem Kurfürstentum Bayern und Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bei Bayern, gehört Schardenberg seit 1816 (Vertrag von München) wieder zu Oberösterreich. Im Jahr 1900 gründete der Salvatorianer-Pater Elseus Gabelseder das Kloster Hamberg als Studienkolleg für Spätberufene. 1910 wird die neue Pfarrkirche eingeweiht.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Während der NS-Zeit befand sich im „Waldschloss“ in Schardenberg ein „Fremdvölkisches Kinderheim“, in diesem kam es auch zu Todesfällen. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
| Schardenberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
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| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.540 | |||
| 1880 | 1.616 | |||
| 1890 | 1.648 | |||
| 1900 | 1.696 | |||
| 1910 | 1.823 | |||
| 1923 | 1.919 | |||
| 1934 | 1.937 | |||
| 1939 | 2.161 | |||
| 1951 | 2.309 | |||
| 1961 | 1.933 | |||
| 1971 | 2.179 | |||
| 1981 | 2.280 | |||
| 1991 | 2.613 | |||
| 2001 | 2.384 | |||
| 2011 | 2.287 | |||
| 2021 | 2.481 | |||
| 2026 | 2.487 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 1981 und 1991 erfolgte, da sowohl Geburtenbilanz (+133) als auch Wanderungsbilanz (+200) positiv waren. Im nächsten Jahrzehnt wurde die Wanderungsbilanz negativ (−339) und konnte durch die Geburtenbilanz (+110) nicht ausgeglichen werden, sodass die Bevölkerungszahl auf 2.384 Personen im Jahr 2001 sank.

Schardenberg wird im Ortsteil Gattern durch die Buslinie K1 der Verkehrsbetriebsgesellschaft Passau erreicht, welche dort an der Haltestelle „Mayrhof“ endet. Daneben wird Schardenberg von Regionalbussen des OÖVV angefahren. Die Bahnstrecke Wels–Passau führt durch das Gemeindegebiet; die Haltestelle Pyret wurde allerdings 2002 aufgelassen und 2012 rückgebaut.

Blasonierung: Über grünem, von einer goldenen Leiste gesäumtem Dreiberg von Blau und Rot durch einen silbernen, mit einem schwarzen Pilgerstab mit goldenem Knauf und goldenem Ring belegten Balken schräg geteilt; oben eine goldene, heraldische Lilie, daraus wachsend ein goldenes Patriarchenhochkreuz mit Kleeblattenden, unten eine goldene, gestürzte Pflugschar. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot.