| Scheli של"י Linkes Lager Israels מחנה שמאל לישראל | |
|---|---|
| Gründung | 1977 |
| Entstehung | hervorgegangen aus: Moked Meri Israelisch-Palästinensischer Friedensrat Teile der Schwarzen Panther Unabhängige Sozialistische Fraktion |
| Auflösung | 1984 |
| Beendigung | aufgegangen in: Progressive Liste für Frieden Ratz |
| Ausrichtung | Sozialistischer Zionismus Zweistaatenlösung Säkularismus |
| Sitze Knesset | 2 / 120 (1,7 %) |
Scheli (hebräisch של"י; Akronym für Frieden für Israel (hebräisch שלום לישראל Schalom LeJisrael)), auch bekannt unter dem Namen Linkes Lager Israels (hebräisch מחנה שמאל לישראל Machaneh Smol leJisraʾel) war eine linke Partei in Israel.
Die Partei wurde im März 1977 gegründet. Sie war ein Zusammenschluss der Parteien Moked und Meri, des Israelisch-Palästinensischen Friedensrats, einzelnen Mitgliedern der israelischen Schwarzen Panther und der Unabhängigen Sozialistischen Fraktion. Letztere war durch die Abspaltung der Knesset-Abgeordneten Arje Eliav und Marcia Freedman von der Bürgerrechtsbewegung Jaʿad entstanden. Freedman folgte Eliav jedoch nicht in die Scheli, sondern gründete ihre eigene Frauenpartei.
Bei der Parlamentswahl in Israel 1977 erhielt Scheli 1,6 % der Stimmen und zog mit zwei Sitzen, die an Arje Eliav und Meʾir Paʿil gingen, in die Knesset ein. Uri Avnery und Saadia Marciano (Schwarze Panther), die auf Listenplatz drei und vier kandidiert hatten, gingen zunächst leer aus. Die Hochburgen der Partei lagen in einigen Kibbuzim. Avnery rückte im Zuge einer Rotationsvereinbarung am 31. Januar 1979 für Eliav in die Knesset nach; am 13. Februar 1981 wiederum wurde Avnery durch Walid Chaddsch Jachja ersetzt. Am 19. Mai 1980 rückte Marciano für Paʿil in die Knesset nach.
Die Schwarzen Panther verließen die Scheli im Februar 1980, nachdem eine Parteikonferenz ihre Forderung, Paʿil solle seinen Knesset-Sitz an Marciano abgeben, abgelehnt hatte. Marciano erklärte später, nicht der Streit um den Parlamentssitz sei der Grund für die Austritte, sondern dass Paʿil und Avnery „brennende soziale Probleme“ in ihrer Politik ignorieren würden. Auch wenn Marciano im Mai noch den Knesset-Sitz erhielt, trat er am 11. November 1980 aus der Scheli-Fraktion aus und bildete eine Ein-Mann-Fraktion, die er Gleichheit in Israel – Panther nannte.
Bei der Parlamentswahl in Israel 1981 erreichte Scheli lediglich 0,4 % der Stimmen und schied damit aus der Knesset aus.
Zur Spaltung der Partei kam es im Jahr 1982. Hintergrund war ein Streit über den Militärdienst im Libanonkrieg. Ran Cohen, selbst Oberst der Reserve, entschied sich dazu, im Libanon zu kämpfen; ihm wurden dafür von anderen Parteimitglieder Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Scheli-Mitglieder, die zuvor dem Israelisch-Palästinensischen Friedensrat angehört hatte, verließen daraufhin die Partei und gründeten die Bewegung Alternative, die von Uri Avnery und Mattityahu Peled angeführt und 1984 Teil der arabisch-jüdischen Progressiven Liste für Frieden wurde. Die Reste der Scheli-Partei schlossen sich im Vorfeld der Parlamentswahl in Israel 1984 der Partei Ratz an; Ran Cohen zog für die Ratz in die Knesset ein.
Weitere prominente Mitglieder waren Jair Zaban, Ruth Dajan und Ofer Cassif.
Die Partei war links-zionistisch ausgerichtet und legte einen Schwerpunkt auf das Thema Friedenspolitik. Sie setzte sich für einen nahezu vollständigen Rückzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten ein – jedoch mit Ausnahme von Jerusalem, das Israels ungeteilte Hauptstadt bleiben sollte. Den Zionismus sah sie als „nationale Befreiungsbewegung des Jüdischen Volkes“ an, betonte aber gleichzeitig die „historische[n] und gefühlsmäßige[n] Bindungen an dieses Land“ der Palästinenser. Auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik setzte sie sich für eine Kapitalertragsteuer, eine stärkere Progression der Vermögenssteuer, einen garantierten Mindestlohn von 60 % des durchschnittlichen Landeseinkommens undkostenlose Ausbildung vom Kindergarten bis zur Universität ein. Weitere Schwerpunkte waren die Trennung von Religion und Staat, die Situation der Frauen sowie die Forderung nach Besserstellung der Arabischen Israelis.
Scheli versuchte, Wähler der Mapam, der sie vorwarf, ihre ursprünglichen Werte zugunsten eines „absoluten Pragmatismus“ aufgegeben zu haben, für sich zu gewinnen.