
Scheps, auch Schöps bzw. Scheps von Bunzelwitz, war der Name eines Patriziergeschlechts aus Schweidnitz.
Das Geschlecht beginnt mit Kaspar Scheps, welcher mit Martha Zeidler verheiratet war. Sein gleichnamiger Sohn († 1537) bekleidete in Schweidnitz das Amt des obersten Schöffenmeisters bzw. Bürgermeisters. Aus seiner Ehe mit Catharina Kobersberg († 1570) ging ein Sohn Daniel Scheps († 1609) hervor. Nach einem Medizinstudium in Padua und Bologna kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo man ihn zum Stadtphysikus ernannte. Seine erste Ehefrau Hedwig Thommendorf († 1587) brachte ihm das Gut Bunzelwitz zu. Nach dem Tod seines Schwiegervaters Hieronymus Thommendorf kaufte er die restlichen Anteile an dem Dorf von den zahlreichen Geschwistern seiner Frau, wodurch er zum alleinigen Eigentümer wurde. Als Familienoberhaupt führte er auch die Thommendorf’sche Chronik fort. Auf seinem von seinen Kindern gestifteten Grabmal in der Stadtpfarrkirche Schweidnitz, das ihn als ausgezeichneten Mediziner, Philosoph und Dichter ehrt, steht die Inschrift:
„Danieli Scepsio in Buntzlawitz, Caspari Scepsio Cos. et Katharina Koberg (sic) parent(ibus) orto, patricio, philosopho eximio, poëtae praeclaro, medico clinico, per annos XLI patriae hujus suae protophysico fideliss(imo), feliciss(imo), Patri liberorum V, duabus ex uxoribus, altera Tommendorfia Swidnicensi, altera Heinrichia Lignicensi, anno Chr. MDCIX. Octobr. d. XXII. aetatis LXXV et mens(ium) IV animam unico salvatori S(uo) Christo, corpus terrae com(muni) mortalium matri commend(anti), beate in domino mortuo, Liberi superstites Joann(es) et Caspar cum Hedwige sorore, debit. patr. opt in gram honorif memoria prosequentes H(oc) Pietat(is) Honor(risque) M(onumentum) P(osuerunt).“
Der Sohn von Daniel, Johannes Scheps auf Bunzelwitz († 1640) war Herr auf Geyersberg, Haidänichen und Rastelwitz. Das Gut Bunzelwitz erbte schließlich seine Schwester Hedwig Scheps († 1617), welche den praktischen Arzt Friedrich Seyller aus einem Breslauer Patriziergeschlecht heiratete. Am 26. Januar 1691 erhielten die Seyller in Wien den böhmischen Ritterstand. Das Geschlecht der Scheps dürfte noch im 17. Jahrhundert erloschen sein.
Das redende Wappen zeigt einen schwarzen Schöps (Hammel) im goldenen Schild.
„Wappen: In Gold ein nach rechts aufspringender Widder. Kleinod: Sechs nach links gebogene Hahnenfedern Helmdecken: Schwarz-Gold“