
Ein Schieberad- oder Wechselgetriebe ist ein mehrgängiges Getriebe, bei dem die verschiedenen Übersetzungen durch axiales Verschieben von Räderblöcken auf einer Getriebewelle eingelegt werden. Bei Schieberadgetrieben sind die Gangräder fast immer gerade verzahnt und die Naben und Wellen der verschiebbaren Räder mit einer Passverzahnung versehen, also nicht aufeinander verdrehbar.
Da Schieberadsätze viel Platz brauchen, werden Getriebe mit mehr als zwei oder drei Gängen nicht mit sequentieller Schaltung ausgeführt, sondern mit mehreren Radsätzen und Schaltgabeln. Die Gabeln sitzen auf Schaltkulissen oder einer Schaltwalze.
Die Räder können von Hand, durch Hydraulik- oder Pneumatikzylinder oder elektrisch verschoben werden. Schieberadgetriebe können nicht unter Last geschaltet werden und nur bei geringen Drehzahlunterschieden zwischen den beiden Wellen oder im Stillstandn.
In Kraftfahrzeugen wurden Schieberadgetriebe in der Vergangenheit bis in die 1950er Jahre verwendet, bei Lkw vereinzelt bis in die 1980er Jahre. Als frühes Kfz-Getriebe wurde 1821 ein 2-stufiges Schieberadgetriebe nach dem Patent von D. Griffith eingesetzt. Im Rennsport spielen sie auch gegenwärtig noch eine Rolle.