| Schleinbach (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Schleinbach | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Mistelbach (MI), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Mistelbach | |
| Pol. Gemeinde | Ulrichskirchen-Schleinbach | |
| Koordinaten | 48° 25′ 4″ N, 16° 28′ 14″ O | |
| Höhe | 229 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 1040 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 10,71 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05126 | |
| Katastralgemeindenummer | 15217 | |
Der Musikpavillon in Schleinbach | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Schleinbach ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 1040 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1970 bestand der Ort als selbständige Ortsgemeinde.
Der Schleinbach, ein im Münichgraben oberhalb des Dorfes entspringender, rechter Zubringer zum Russbach prägt Schleinbach, das von der Landesstraße 6 über die L3102 erschlossen wird. Zur Ortschaft zählen weiters zahlreiche Häuser von Kreuttal, darunter die Lagen Drechslermühle und Luisenmühle. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 599 Adressen.
An der Ortsgründung, die im 11. oder 12. Jahrhundert erfolgt sein dürfte, waren vermutlich rund zwei Dutzend „Hubenbauern“ beteiligt. Eine führende Rolle nahm dabei der ehemalige „Burgstallhof“ nordöstlich oberhalb des Ortes ein, wo heute die gleichnamige Riede liegt. Urkundlich wurde Schleinbach erstmals im Jahr 1187 mit Albrecht von Slinbach genannt.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 85 Häusern beschrieben, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Ulrichskirchen besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Ulrichskirchen und Stockerau sowie der Pfarre Ulrichskirchen.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Schleinbach zwei Bäcker, zwei Brennstoffhändler, ein Drechsler, eine Farbenhandlung, zwei Fleischer, ein Friseur, vier Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, ein Glaser, ein Kaffeehaus, ein Milchkasino, eine Mühle, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Schmied, ein Schneider und zwei Schneiderinnen, drei Schuster, ein Tischler, ein Zuckerbäcker und ein Gutsbesitzer als Landwirt ansässig. Weiters gab es beim Ort eine Ziegelei.
Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Kronberg, Schleinbach und Ulrichskirchen. Die neu entstandene Gemeinde erhielt den Namen Ulrichskirchen-Schleinbach.