| Schleuse Oldau | ||
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| Lage | ||
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| Koordinaten | 52° 39′ 35″ N, 9° 56′ 4″ O | |
| Gewässer: | Aller | |
| Gewässerkilometer: | km 14,70 (Flusskilometer) bzw. 0,36 (Schleusenkanal) | |
| Daten | ||
| Eigentümer: | Bund | |
| Betreiber: | Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes | |
| Zuständiges WSA: | Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser | |
| Planungsbeginn: | vor 1908 | |
| Bauzeit: | 1908–1910 | |
| Schleuse | ||
| Typ: | Schleppzugschleuse | |
| Nutzlänge: | 159,00 m | |
| Nutzbreite: | 10,00 m | |
| Durchschnittliche Fallhöhe: |
3,43 m | |
| Obertor: | Stemmtor | |
| Untertor: | Stemmtor | |
| Sonstiges | ||
Die Schleuse Oldau ist eine Schiffsschleuse am Flusskilometer 14,70 der Aller, einem 260 Kilometer langem rechtem Nebenfluss der Weser in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Schleppzugschleuse liegt im Schleusenkanal bei Kilometer 0,36. Für die Lage im Schleusenkanal wird eine eigene Kilometrierung angegeben. Die nutzbare Länge der Schleusenkammer ist 159 Meter, die Nutzbreite 10,00 Meter.
Der königliche Preußische Staat beschloss 1907 die Kanalisierung der Aller auf einer Strecke zwischen Celle und der Leinemündung bei Hademstorf. Für die Schifffahrt wurde zeitgleich mit dem Wehr ein etwa 400 Meter langer Schleusenkanal mit der Schleuse für die Binnenschifffahrt angelegt.
Das als Schleppzugschleuse mit schrägen Kammerwänden konzipierte Abstiegsbauwerk entstand von 1912 bis 1914. Die nutzbare Länge beträgt 165 Meter und die nutzbare Breite 10 Meter, wobei die nutzbare Torweite ebenfalls 10 Meter beträgt. Die Drempelhöhe wird mit 2,50 Meter angegeben. Die gesamte Füllmenge der Schleuse ohne Schifffahrt beträgt etwa 9200 Kubikmeter Schleusenwasser. Die durchschnittliche Fülldauer der Kammer beträgt etwa fünfzehn Minuten. Zum Befüllen und Entleeren der Schleusenkammer dienen je zwei Umläufe mit etwa 2,70 Quadratmetern. Der mittlere Durchfluss je Umlauf beträgt etwa 3,50 Kubikmeter in der Sekunde. Als Schleusenverschlüsse an Ober- und Unterhaupt dienen elektrisch angetriebene Stemmtore. Da seit 1969 auf der Aller keine gewerbliche Schifffahrt mehr betrieben wird, hat die Schleuse heute nur noch Bedeutung für die Sportboot- und Fahrgastschifffahrt. Als Bundeswasserstraße der Wasserstraßenklasse II (Typschiff Kempenaar) bzw. nach der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung sind Fahrzeuge bis 55 Meter Länge, 6,60 Meter Breite und einem wasserstandsabhängigen Tiefgang bis zur maximalen Tragfähigkeit von 650 Tonnen zugelassen.
Im Fluss wurde eine Staustufe mit Wehr in der Zeit von 1908 bis 1910 erbaut. Das Wehr ist 30 Meter breit und besitzt zwei jeweils 15 Meter breite Wehrfelder.