Kupferstich von Georg Matthäus Vischer aus dem Jahr 1629 – Burg „ENGELSTAIN“ (Engelstein)
Anfangs gehörte die Burg den Kuenringern. Dann war die Burg ein Lehen der Herren von Walsee. Wohl an der Stelle eines ehemaligen Wachturmes an einer Straßenkreuzung wurde nach der Zerstörung der Burg Harmannstein um 1300 der Bau der Burg begonnen. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg, einem Brand im Jahr 1910, der Einquartierung von Soldaten und Flüchtlingen im und nach dem Zweiten Weltkrieg sowie der Verkauf einer wertvollen Kassettendecke Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich die Burg heute in Privatbesitz. Das Areal ist jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt (15. August) zugänglich; neben einer Andacht in der Burgkapelle gibt es dann eine Kunstausstellung im Rittersaal und Führungen.
Architektur
Die Burg ist auf drei Seiten durch Teiche geschützt. Die Hauptburg mit einem Bergfried steht oberhalb einer Vorburg und eines Wirtschaftshofes.
Literatur
Georg Binder: Die Niederösterreichischen Burgen und Schlösser. 2 Bände. Wien/Leipzig 1925, II, S. 83.
Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters, Grundrisslexikon. Würzburg 1994, S. 173.
Laurin Luchner: Schlösser in Österreich I. Beck, München 1978, ISBN 3406045073, S. 217 f.
Walter Pongratz, Gerhard Seebach: Burgen und Schlösser Litschau – Zwettl – Ottenschlag – Weitra. Niederösterreichs Burgen und Schlösser III/1 (Birken-Reihe). Wien 1971, ISBN 3850300072, S. 16 ff.
Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber: Burgen Waldviertel Wachau. Verlag Schubert & Franzke, St. Pölten 2001, ISBN 3705605305, S. 140 ff.