| Schmitsch Śmicz | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Prudnik | |
| Gmina: | Zülz | |
| Fläche: | 12,14 km² | |
| Geographische Lage: | 50° 26′ N, 17° 37′ O | |
| Höhe: | 230–250 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 469 (31. Dez. 2018) | |
| Postleitzahl: | 48-210 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OPR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Katowice | |
Schmitsch, polnisch Śmicz (1936–1945: Lößtal O.S.) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Zülz (Biała) im Powiat Prudnicki der Woiwodschaft Opole in Polen. Zu Schmitsch gehört der Weiler Podlesie (Umgangssprachlich Waldeka, bzw. Waldeck).
Das Straßendorf Schmitsch liegt im Süden Oberschlesiens, fünf Kilometer nordwestlich von Zülz, elf Kilometer nördlich von Prudnik und 36 Kilometer südwestlich von Opole, 10 Kilometer von der Landesgrenze zu Tschechien und gehört zur Euroregion Praděd an den Bächen Pleśna Woda und Śmicki Potok.
Nachbarorte von Schmitsch sind im Westen Ścinawa Mała (Steinau), im Norden Pleśnica (Plieschnitz), im Nordosten Grabine (Grabina) und Ottok (Otoki), im Osten Waschelwitz (Wasiłowice) und Zülz und im Süden Mühlsdorf (Miłowice) und Kohlsdorf (Kolnowice).



„Smogez“ wurde im Jahre 1223 erstmals urkundlich erwähnt. 1333 wurde eine Pfarrkirche im Ort erstmals erwähnt. 1379 ist es in der Schreibweise Schmotsch belegt.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 gelangte Schmitsch mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1760 wurde eine Kirche im Ort erbaut.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Schmitsch ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. Zwischen 1838 und 1841 wurde die Kirche um einen Turm erweitert. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule und weitere 126 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 730, allesamt katholisch. 1855 wurden 444 Einwohner gezählt. 1865 bestanden im Ort 61 Bauern-, 17 Gärtner- und 57 Häuslerstellen. Die katholische Schule wurde damals von 958 Schülern besucht. 1874 wurde der Amtsbezirk Schmitsch gebildet, dem die Landgemeinden Kohlsdorf, Mühlsdorf, Schmitsch und die Gutsbezirke Hahnvorwerk und Haselvorwerk eingegliedert wurden. 1885 zählte Schmitsch 1106 Einwohner. Um die Jahrhundertwende vom 19. auf das 20. Jahrhundert wurde die Schreibweise von Schmitsch in „Schmietsch“ geändert.
Bei der Volkszählung 1910 hatte Schmietsch 1055 Einwohner, davon 256 deutscher und 750 polnischer Muttersprache, weitere 49 gaben Deutsch und eine weitere Sprachen an, die in der Regel das Polnische war. Trotz der polnischsprachigen Bevölkerungsmehrheit lag Schmietsch außerhalb des Abstimmungsgebietes bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 über die weitere staatliche Zugehörigkeit. Die Nachbarorte, die an der Abstimmung teilnehmen konnten, stimmten jedoch wie auch der gesamte Stimmkreis Neustadt O.S. mit großer Mehrheit für einen Verbleib bei Deutschland. 1933 wurden 247 Einwohner gezählt. Am 2. Juli 1936 wurde der Ort in Lößtal umbenannt.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten Zwangsarbeiter aus Polen in Śmicz, darunter aus den Städten Strzemieszyce, Sławków, Ślemień, Sosnowiec, Katowice, Myszków, Zawiercie und Trzebinia. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.
Am 11. Mai 1945 übernahm die polnische Verwaltung die Zivilgewalt im Bezirk Prudnik. Die Einwohner von Śmicz, die den schlesischen Dialekt oder Polnisch beherrschten, durften – nach Erhalt der polnischen Staatsbürgerschaft – im Dorf bleiben. Die deutschen Einwohner wurden weitgehend vertrieben. Das Dorf wurde in Śmicz umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Prudnicki. Am 6. März 2006 wurde in der Gemeinde Zülz, der Schmitsch angehört, Deutsch als Zweite Amtssprache eingeführt. Am 24. November 2008 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Schmitsch.
Als denkmalgeschützter Bau ist bei der Woiwodschaft eingetragen:
Bei der Gemeinde sind als Denkmäler registriert:
Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde in den 1920er Jahren an der Hauptstraße zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Dorfbewohner errichtet. Später wurden hier zwei Tafeln mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Männer angebracht. Auf dem Denkmal befindet sich eine figurale Darstellung des Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen.
Schmitsch ist ein typisches Bauerndorf; auf einem Hof wird Honig produziert. Im Jahr 2023 gab es ein Geschäft, eine Bäckerei mit Postamt, eine Tischlerei sowie einen Baubetrieb (Maurer und Stuckateur), welcher der Handwerker- und Unternehmergilde in Prudnik angeschlossen ist.
Im Haus Nummer 106 gibt es eine Zweigschule der öffentlichen Grundschule Jarosław Iwaszkiewicz in Biała.
Angrenzend an das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr steht das Dorfgemeinschaftshaus mit Terrasse und Pavillon