Schoellershammer

SCHOELLERSHAMMER
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Rechtsform GmbH
Gründung 1784
Sitz Düren, Deutschland
Mitarbeiterzahl 282 (2024)
Umsatz 214,7 Mio. Euro (2024)
Website schoellershammer.de

Schoellershammer ist eine Papierfabrik im Dürener Stadtteil Krauthausen.

Geschichte

Trat 1718 durch die Heirat von Johann Paul Schoeller mit der Tochter des ersten Dürener Papierfabrikanten Rütger von Scheven in die dortige Papierproduktion ein. Am 12. Oktober 1784 erteilte Kurfürst Karl Theodor den Brüdern Philipp Paulus und Heinrich Wilhelm Schoeller (1745–1827) die Erlaubnis, den Eisenreckhammer in eine Papiermühle umzuwandeln, die im Herbst des gleichen Jahres die Produktion aufnahm. Aus dem Nachnamen der Besitzer und der vorherigen Nutzung setzte man die Firma des Unternehmens zusammen, nämlich Schoellershammer. Anfang des 19. Jahrhunderts waren vier Schöpfbütten im Betrieb, 1810 kamen zwei weitere hinzu. Für das Jahr 1823 sind 80 Beschäftigte und ein Jahresabsatz von 48.000 Talern überliefert. 1824 wurde das Werk Heinrichs Wilhelms Sohn Heinrich August Schoeller (1788–1863) als Alleininhaber übertragen, auf dem der heutige offizielle Unternehmensname (Firma) zurückgeht.

Im Wettlauf mit den in der Nähe befindlichen und konkurrierenden Papierfabriken von Ludolf Matthias Hoesch wurde auf Schoellershammer 1841 die erste Endlos-Papiermaschine aufgestellt, nach ihrem Erfinder Donkin genannt. Zehn Jahre später folgte die zweite Maschine gleichen Typs. 1921 kam eine dritte Maschine hinzu, die 1930 zur Fotopapierstreichmaschine umgebaut wurde. Beim Luftangriff auf Düren am 16. November 1944 wurde die Papierfabrik zum größten Teil zerstört. 1949 wurde die Produktion wieder aufgenommen.

In den 1950er Jahren wurde eine Maschine zur Wellpappenrohpapiermaschine umgebaut und eine neue Maschine für den gleichen Verwendungszweck installiert. 1973 kam eine neue Wellpappenrohpapiermaschine als Maschine 5 dazu. Durch diese Um- und Ausbauten stieg die Produktion auf 768 t/Tag. Pro Jahr werden ca. 200.000 t Wellpappenrohpapier und etwa 8.000 t Feinpapier hergestellt. Im Jahr 2005 stieg die Produktionskapazität auf 768 t/Tag.

Die Papierfabrik hat einen Wasserbedarf von 1,6 Mio. m³ pro Jahr. Das Wasser wird der Rur entnommen, die direkt am Werk vorbeifließt. Die notwendige Energie wird mit einem betriebseigenen Braunkohlekraftwerk hergestellt. 94 % des Rohstoffbedarfes ist Altpapier.

Die Papierfabrik Schoellershammer firmiert heute als Schoellershammer GmbH (ehemals Heinrich August Schoeller Söhne GmbH & Co KG.)

Produkte

Literatur

Commons: Schoellershammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Schoellershammer GmbH, Düren, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024, abgerufen über unternehmensregister.de.
  2. ↑ Kölnische Zeitung vom 12. Oktober 1934, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
  3. ↑ Allgemeine Handlungs-Zeitung vom 10. September 1823, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.

Koordinaten: 50° 46′ 41,4″ N, 6° 29′ 14″ O