Schrappach Markt Burgwindheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 35′ O |
| Höhe: | 328 m ü. NHN |
| Einwohner: | 60 (25. Mai 1987) |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |

Schrappach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schrappach liegt in der Gemarkung Burgwindheim.
Das Dorf liegt im Tal des Schrappachsbachs, eines rechten Zuflusses der Mittelebrach, und ist allseits von Wäldern umgeben; im Westen ist es der Steinachsrangen, im Osten der Burgwindheimer Forst. Die Kreisstraße BA 20 führt nach Burgwindheim zur Bundesstraße 22 (2,2 km nördlich) bzw. nach Aschbach zur Staatsstraße 2260 (5 km südlich).
Schrappach wurde im Jahr 1174 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort wurde nach dem gleichnamigen Bach benannt, dessen Bestimmungswort schrat ist (mhd. für ‚Wasserstaub‘, wie er nach einem kleinen Wasserfall entsteht). Im Kloster Ebracher Urbar (1340) wurde zwischen „Schrappach superior“ und „Schrappach inferior“ unterschieden. Die ursprünglichen Grundherren waren ein Herr namens Irrer, ein Muffelger und die Herren von Windheim. 1278 übergab Ludwig von Windheim den Ort samt Kapelle an das Kloster Ebrach.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schrappach aus 8 Anwesen (2 Höfe, 5 Gütlein, 1 Sölde) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht hatte das würzburgische Centamt Oberschwarzach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übte das Kloster Ebrach aus.
Im Jahre 1802 kam Schrappach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schrappach gebildet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schrappach der Ruralgemeinde Burgwindheim zugewiesen.
In Schrappach gibt es zwei Baudenkmäler:
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 60 | 102 | 104 | 77 | 85 | 75 | 96 | 66 | 70 | 60 |
| Häuser | 13 | 15 | 15 | 15 | 14 | 14 | 14 | |||
| Quelle |
Schrappach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Jakobus (Burgwindheim) zuständig.