Schwarzdickkopf

Schwarzdickkopf

Schwarzdickkopf (Melanorectes nigrescens)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Dickköpfe (Pachycephalidae)
Gattung: Melanorectes
Art: Schwarzdickkopf
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Melanorectes
Sharpe, 1877
Wissenschaftlicher Name der Art
Melanorectes nigrescens
(Schlegel, 1871)

Der Schwarzdickkopf (Melanorectes nigrescens), früher als Mohrenpitohui bezeichnet, ist eine Vogelart aus der Familie der Dickköpfe (Pachycephalidae). Er kommt in sechs Unterarten auf Neuguinea vor. Der Schwarzdickkopf kann Gift aus Käfern der Gattung Choresine in seinen Federn sequestrieren.

Merkmale

Der Schwarzdickkopf erreicht eine Größe von 23 Zentimetern. Das Gewicht beträgt 73 bis 86 Gramm. Das Männchen der Nominatform hat einen vollkommen schieferschwarzen Körper. Der Scheitel und die Kopfseiten sind etwas dunkler. An den Flanken ist der Schieferfarbton intensiver. Die Schirmfedern und die Schwanzfedern sind schwarzbraun. die Iris ist dunkelbraun oder graubraun. Der Schnabel und die Beine sind schwarz. Beim Weibchen der Nominatform ist der Scheitel schieferbraun. Die Stirn und die Zügel sind etwas grauer.

Unterarten und ihre Verbreitung

Lebensraum

Der Schwarzdickkopf bewohnt Wälder in mittleren Gebirgsregionen, hauptsächlich in Höhenlagen zwischen 1600 und 2000 m.

Lebensweise

Der Schwarzdickkopf ist ein standorttreuer Vogel. Die Nahrung besteht aus Insekten, Früchten und gelegentlich aus Samen. Er geht zwischen dem Boden und den unteren Baumschichten auf Nahrungssuche. Informationen zum Fortpflanzungsverhalten basieren auf wenigen Beobachtungen. Das napfförmige Nest wird hoch in einem Baum aus Farnwedeln und feinen Würzelchen errichtet. Die ein bis zwei Eier sind kastanienbraun oder tiefrosa und weisen helle sowie dunkle braune und graue Flecken auf.

Bestand und Gefährdung

Informationen zur Größe der Population liegen nicht vor. Der Mohrenpitohui wird als nicht häufig beschrieben. BirdLife International stuft ihn als „nicht gefährdet“ (least concern) ein.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Knud A Jønsson, Rauri C.K Bowie, Janette A Norman, Les Christidis, Jon Fjeldså: Polyphyletic origin of toxic Pitohui birds suggests widespread occurrence of toxicity in corvoid birds. In: Biology Letters. 2008. (online.)