Schweizerische Vereinigung für Studentengeschichte

Schweizerische Vereinigung für Studentengeschichte
(SVSt)
Rechtsform Verein
Gründung 15. Dezember 1984
Sitz Bern
Zweck Sammeln studentischen Kulturguts, Publizieren studentenhistorischer Neuigkeiten und Forschungen
Vorsitz Severin Stadler

Cristian Consuegra

Mitglieder > 600 (2024)
Website svst.ch

Die Schweizerische Vereinigung für Studentengeschichte (SVSt) (frz.: Association suisse pour l’histoire des sociétés d’étudiants (ASHSE)) ist ein Verein nach Art. 60 ff. ZGB und steht all jenen offen, die sich für die schweizerische Bildungs-, Universitäts- und Studentengeschichte interessieren.

Zielsetzung

Ziel der SVSt ist es:

Geschichte

Am 15. Dezember 1984 trafen sich auf Initiative von Peter Platzer, Paul Ehinger und Rätus Luck 23 interessierte Personen aus zehn Schweizer Studentenverbindungen in Bern, um die SVSt zu gründen. Heute besteht sie aus etwas mehr als 600 Einzel- (natürlichen Personen) und Kollektivmitgliedern (juristischen Personen) aus der Schweiz, aber auch aus dem benachbarten, vor allem deutschsprachigen Ausland.

Seit der Gründung standen ihr sieben Präsidenten vor:

Kommissionen

Die SVSt unterhält verschiedene Kommissionen, die jeweils von einem Vorstandsmitglied (Beisitzer) als Vorsitzendem geleitet werden.

Archivkommission

Die Archivkommission betreut das SVSt-Archiv, welches bis vor Kurzem im Staatsarchiv Bern aufbewahrt wurde. Inzwischen befindet es sich zusammen mit der musealen Sammlung und der SVSt-Bibliothek im ehemaligen Zeughaus Musegg in Luzern.

Literaturkommission

Die Literaturkommission, früher Bibliothekskommission, betreut die SVSt-Bibliothek, welche sich bis Sommer 2017 als Depositumsbibliothek in der Schweizerischen Nationalbibliothek befand und über den Online-Katalog Helveticat öffentlich zugänglich war. Inzwischen sind die Bestände im ehemaligen Zeughaus Musegg (Luzern) untergebracht. Der SVSt-Bibliothek liegt die von Max Richter begründete SWR-Bibliothek zugrunde, die wesentliche Ergänzungen durch einige Nachlässe erfahren hat. 2014/15 bekam sie vom Basler Sammler Robert Develey eine namhafte Schenkung von rund 2'000 Monographien. 1986 ging die SWR-Bibliothek ins Eigentum der SVSt über und hat heute einen Bestand von über 3'000 Monographien und über 100 Periodika.

Sammlungs- und Ausstellungskommission

Die Sammlungs- und Ausstellungskommission (SAK) betreut eine umfangreiche studentenhistorische Sammlung musealer Gegenstände, aus der von Zeit zu Zeit thematische Ausstellungen organisiert werden. Zwischenzeitlich besass die SVSt auch ein eigenes Museum. So übernahm sie 1985 das bereits bestehende Couleurmuseum auf Schloss Hünegg in Hilterfingen, welchem aber nach einigen erfolgreichen Ausstellungen 1990 von den Eigentümern gekündigt wurde. Von 1997 bis 2001 befand sich das Couleurmuseum in Assens und von 2002 bis 2008 im Museum Altes Zeughaus in Solothurn. Nachdem die Bestände einige Jahre im ehemaligen Zeughaus Willisau aufbewahrt wurden, befinden sie sich jetzt im ehemaligen Zeughaus Musegg (Luzern).

Forschungskommission

Der Hauptauftrag der 2002 gegründeten Forschungskommission liegt in der Bewusstseinsschärfung für die Historizität bei Schweizer Studentenverbindungen. Sie organisiert von Zeit zu Zeit Weiterbildungsveranstaltungen und gibt Leitfäden zu Themen wie Führung von Archiven, Oral History usw. heraus.

Veranstaltungen

Die SVSt kennt zwei Veranstaltungen, den jährlich im Herbst stattfindenden Generalconvent als Vereinsversammlung und die Studentenhistorikertagung, die bis im Jahre 2009 regelmässig stattfand. Heute gibt es diese nur noch alle vier Jahre als Europäische Studentenhistorikertagung.

Studentenhistorikertagung

Tagungsorte der Studentenhistorikertagungen (StuHiTa) in der Schweiz seit 1984:

Publikationsorgane der SVSt

Die SVSt besitzt zwei Publikationsorgane, die Studentica Helvetica sowie die Documenta et Commentarii.

Studentica Helvetica

Die Zeitschrift «Studentica Helvetica», kurz SH, ist das eigentliche Vereinsorgan und erscheint seit dem April 1985 zweimal jährlich mit folgenden Schwerpunkten:

Documenta et Commentarii

In der Schriftenreihe «Documenta et Commentarii», eigentlich «Studentica Helvetica. Documenta et Commentarii», kurz DeC, erscheinen unregelmässig Bücher zu bestimmten Themen oder Anlässen. Inzwischen ist diese Reihe auf 32 Bände angewachsen. Neben den Tagungsbänden zu den Studentenhistorikertagungen sind bislang folgende Monographien erschienen:

Schweizer Commersbuch

Als Publikation ausserhalb der Schriftenreihe DeC gibt die SVSt das Schweizer Commersbuch heraus:

  1. Auflage, Ausgabe 1991
  2. Auflage, Ausgabe 1998
  3. Auflage, Ausgabe 2014

Einzelnachweise

  1. ↑ SVSt Archivkommission
  2. ↑ SVSt Bibliothekskommission
  3. ↑ SVSt Sammlungs- und Ausstellungskommission
  4. ↑ SVSt Forschungskommission
  5. ↑ Schweizer Commersbuch