| Schweizer Spiegel Verlag | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1925 |
| Sitz | Zürich |
| Leitung | Adolf Guggenbühl |
| Branche | Buchhandel |
Der Schweizer Spiegel Verlag wurde 1925 von Adolf Guggenbühl und Fortunat Huber in Zürich gegründet. Er gab die Monatszeitschrift Schweizer Spiegel und kulturgeschichtliche Bücher heraus.
Der Schweizer Spiegel war eine Monatszeitschrift, die zur kulturellen und politischen Eigenständigkeit der Schweiz, in Abgrenzung zur Ideologie des aufkommenden deutschen Nationalsozialismus, herausgegeben wurde. Er betonte einen Patriotismus mit christlichem Hintergrund. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte das Heft die Geistige Landesverteidigung. Die Zeitschrift lud ihre Leser mit regelmässigen Umfragen ein, sich zu sozialen und gesellschaftlichen Fragen zu äussern.
Regelmässige Mitarbeiter waren Autoren wie Willi Schohaus und Peter Meyer. Illustratoren und Karikaturisten waren René Gilsi, Walter Käch, Erik Nitsche, Hans Moser, Heinz Stieger, Hans Tomamichel und Marcel Vidoudez (1900–1968). Die Gründer schieden Mitte der 1960er Jahre aus, der Schweizer Spiegel verlor an Profil und ging 1972 in der Weltwoche auf.
Im Jahr 2025 wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Schweizer Spiegels auf Initiative von Olivier Roth, Sohn des letzten Chefredaktors Daniel Roth, gemeinsam mit Nachkommen der Verlagsgründer sämtliche 564 Ausgaben des Schweizer Spiegels durch die ETH Zürich digitalisiert. Die digitalisierten Monatshefte stehen heute der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Für das Jahr 2027 ist zudem die Digitalisierung einer Auswahl von Büchern aus dem Schweizer Spiegel Verlag vorgesehen, die interessierten Leserinnen und Lesern ebenfalls unentgeltlich zugänglich gemacht werden sollen.
Im gleichnamigen Buchverlag erschien ein breites Spektrum kulturgeschichtlicher Literatur, Erziehungsratgeber und Kinderbücher, die auch über die Landesgrenzen bekannt wurden, wie Wolfgang Langhoffs Die Moorsoldaten von 1935 oder die Kinderbücher von Alois Carigiet und Selina Chönz ab 1945, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.
Emma Eichenberger gab mit Jakob Warrenberger und Willi Schohaus im Schweizer Spiegel Verlag die Schriftenreihe für junge Mädchen heraus.
1972 wurde der Verlag in Schweizer Spiegel-Verlag mit Rodana Verlag AG in Zürich umbenannt.