Schwinger-Grenze

Die Schwinger-Grenze ist ein Grenzwert in der Quantenelektrodynamik (QED), ab dem nichtlineare Effekte für die elektrische Feldstärke erwartet werden. Die einzige Skala in der QED ist die Masse me des Elektrons. Daher ist die Schwinger-Grenze vergleichbar mit dem kritischen Feld

ES=me2c3eℏ≈1,32⋅1018Vm

mit

Entsprechend ist das kritische Magnetfeld:

BS=ESc≈4,41⋅109T.

Julian Schwinger zeigte in einem grundlegenden Aufsatz von 1951, dass bei solchen Feldstärken das QED-Vakuum instabil ist und durch Erzeugung von Elektron-Positron-Paaren zerfällt. Schwinger berechnete dort die effektive QED-Lagrange-Dichte ℒeff für konstantes äußeres Feld und in Einschleifen-Näherung. Dieser hat den Imaginärteil

ℑℒeff=e2E24π3∑n=1∞1n2exp⁡{−nπme2eE}

Er bestimmt nach |⟨𝑉𝑎𝑐|𝑉𝑎𝑐′⟩|2=|exp⁡(−iℒeff)|2=exp⁡(2ℑℒeff) den Übergang in ein anderes Vakuum.

Bis 2014 waren Laser nicht stark genug, um diese Feldstärken zu erreichen, zukünftige Laser könnten dazu aber in der Lage sein.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bulanov et al.: On the Schwinger limit attainability with extreme power lasers. 5. November 2010, arxiv:1007.4306 (englisch).