Sebastian Voltmer (* 1. Dezember 1981) ist ein deutscher Filmemacher, Komponist und international ausgezeichneter Astrofotograf.
Sebastian Voltmer ist der Sohn des Fernsehjournalisten Manfred Voltmer (1942–2022) und der Sängerin und Musikerin Ulrike Voltmer. Sein Großvater war der Zeitungsjournalist Erich Voltmer.
Voltmer studierte ab 2000 an der Kunsthochschule Kassel Fotografie bei Floris Neusüss sowie Grafikdesign bei Nicolaus Ott und Bernard Stein. Weitere Studien führten ihn 2003 mit einem Stipendium an die Londoner Kingston University. Er forschte in seiner Dissertation Fotografie als wissenschaftliches Argument an der Universität für angewandte Kunst Wien an der Schnittstelle zwischen Medientheorie und Astronomie.
Neben seinem künstlerischen Schaffen setzt sich Voltmer als DarkSky-Aktivist für einen natürlichen Nachthimmel ein und macht in den Medien auf die immer größer werdende Lichtverschmutzung aufmerksam. Darüber hinaus engagiert er sich für die Förderung junger Talente, so zum Beispiel den 13-jährigen Peter Lauras Theiss bei der Veröffentlichung von dessen Buch Fly me to the Moon. Die Weltraum-Schaukel.
Als Juror war und ist Voltmer für internationale Film- und Fotowettbewerbe tätig, so zum Beispiel beim Jugendfilm-Wettbewerb „Créajeune 2012“, Mond-Fotowettbewerb der chilenischen Organisation „Comunidad Astronómica Aficionada Chilena“ (2020, initiiert durch die NASA),„Astronomy for Education“ (OAE) der Internationalen Astronomischen Union (2021) und Astrophotography contest (2023).
Voltmer ist Ideengeber des Weltraum-Ateliers, ein barrierefreies Museum für Astronomie und Raumfahrt im Sankt Wendeler Sternenland.
Voltmer feilte im Rahmen seiner Jugend-forscht-Arbeit bestimmte Entwicklungs- und Verarbeitungstechniken für schwarz-weiß und Farbfilme immer weiter aus. In seinem Studium an der Kunsthochschule Kassel publizierte er im Kunstband Kunst und Fotografie – Floris Neusüss und die Kasseler Schule für Experimentelle Fotografie 1972–2002 eine Arbeit.
Im Bereich der Astrofotografie hat er spezifische HDR- und Schärfungs-Algorithmen entwickelt sowie Photoshop-Aktionen „Real-Stars“. 2022 gelang ihm die Aufnahme der ISS mit zwei Astronauten beim Spacewalk. Zusammen mit Dana Patchick, Marcel Drechsler und Xavier Strottner gelang es Voltmer erste Aufnahmen des neu entdeckten „Deadhead“ Nebels zu fertigen.
Seine astrofotografischen Aufnahmen sind im Katalog Das Erbe des Augenblicks zu sehen.
Mit 17 Jahren drehte Voltmer seinen ersten Kurzfilm Das Gesicht des Mondes, der auf einer Openair-Veranstaltung zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Saarbrücken präsentiert wurde. Im Alter von 19 Jahren produzierte er zwei Filme für den Bayerischen Rundfunk. Sein Film Das Gesicht des Himmels wurde zwischen 2002 und 2004 in der „Space-Night“ des Bayerischen Rundfunks bekannt. Es folgten mehrere kürzere Video-Performance-Produktionen, unter anderem für die Documenta in Kassel und Reportagen für das Fernsehen.
Der Film Wiederkehr des Mars (zugleich Examensarbeit an der Kunsthochschule Kassel) wurde mehrfach prämiert.
Sein erster abendfüllender Kinofilm war DESNA – die Musik rettete mein Leben (2014). Dieser lief unter anderem beim Max-Ophüls Preis-Festival im Cine-Star Saarbrücken und wurde als TV-Feature mehrmals ausgestrahlt.
Der Dokumentarfilm JOMI – lautlos, aber nicht sprachlos porträtiert das Leben des gehörlosen Pantomimen Josef Michael Kreutzer. Der Film ist inklusiv gestaltet und gleichzeitig für gehörlose sowie blinde Menschen im Kino zugänglich.
Voltmer produziert Soundtracks in Mehrkanalton (5.1) für Dokumentar-, Spiel- und Zeitrafferfilme. Seine ersten beiden Alben sind 2004 und 2007 im LichtenSTERN-Verlag erschienen.
Als Autor
Als Kameramann
Als Moderator
Als Regisseur
| Personendaten | |
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| NAME | Voltmer, Sebastian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Filmemacher, Komponist und Astrofotograf |
| GEBURTSDATUM | 1. Dezember 1981 |