Sergio Zanni (* 22. Mai 1942 in Ferrara) ist ein italienischer Bildhauer und Maler.
Als die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs in Ferrara begannen, zog seine Familie zu Verwandten aufs Land nach Casumaro. Nach seiner Rückkehr begann er dank seines Onkels mütterlicherseits zu zeichnen.
Nach seinem Abschluss am Kunstinstitut „Dosso Dossi“ in Ferrara besuchte er die „Accademia di Belle Arti“ in Bologna. Bis 1995 verband er seine künstlerische Tätigkeit mit einer Lehrtätigkeit am Kunstinstitut „Dosso Dossi“.
Sein bevorzugtes Material ist Terrakotta, aber Ende des 20. Jahrhunderts experimentierte er auch mit anderen, leichteren Materialien, insbesondere für seine monumentalen Skulpturen mit beschichtetem Polystyrol, Fiberglas und Eisenstäben.
Sein figuratives Werk ist vom Symbolismus und Surrealismus inspiriert. Zunächst erforscht er in seinen Gemälden die Themen Musiker und Clowns, dann in seinen Skulpturen das Thema der Reisenden. So stellt er Figuren mit großen Rucksäcken dar, die Hände in den Taschen, geheimnisvoll und mit großen Hüten geschmückt. Vittorio Sgarbi nannte ihn den „Surrealisten der Poebene“.
Im Jahr 2022 schenkte der Künstler der Stadt Ferrara eines seiner Werke mit dem Titel „Gruppenfoto“, das heute im Ehrensaal des Rathauses ausgestellt ist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zanni, Sergio |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Maler und Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 22. Mai 1942 |
| GEBURTSORT | Ferrara |