Shatta Simon (* 29. Januar 1910 in Sighișoara, Rumänien; † 2. Juni 2003 in Saint-Maximin, Département Oise) war eine französische Erzieherin.
Simon wurde 1910 als Charlotte Hirsch in Rumänien geboren. Ihr jüngerer Bruder war der Mediziner Sigismond Hirsch (1906–1990), ihre ältere Schwester war Elisabeth Hirsch (1913–1996).
Zusammen mit ihrem Bruder Sigismond hatte Robert Gamzon 1923 die Pfadfinder-Bewegung „Éclaireurs israélites de France“ (EIF) gegründet. Bei einem Treffen der EIF machte sie die Bekanntschaft des Ingenieurs Édouard Simon, genannt „Bouli“ (1905–1993), und heiratete ihn am 12. Dezember 1933 in Moissac (Département Tarn-et-Garonne). Das Paar hatte zwei Söhne: Jean-Claude (* 1937) und Jean-Ariel (* 1944).
Bereits eine Woche vor der Eheschließung wurde am 5. Dezember 1939 das von der EIF gegründete Kinderheim Maison des enfants de Moissac am Quai du Port 18 in Moissac eröffnet, das die Simons fortan leiteten.
Das 1943 geschlossene Kinderheim, dessen Bewohner mit Hilfe der örtlichen Bevölkerung versteckt werden konnten, wurde nach der Befreiung (→La Libération) wieder eröffnet und konnte dank der Gemeinde ein neues Domizil in der zu einem Hotel umgebauten ehemaligen Mühle von Moissac beziehen. Auch diese Einrichtung wurde von den Simons geleitet, musste aber in den frühen 1950er Jahren schließen. Das Ehepaar Simon übernahm anschließend die Leitung eines OSE-Kinderheims in dem von Baron Robert de Rothschild (1880–1946) zur Verfügung gestellten Château de Laversine in Saint-Maximin, das heute ihren Namen trägt.
Als ihr Ehemann Bouli 1993 starb, gab Shatta Simon endgültig ihre Arbeit im Kinderheim auf und zog sich ins Privatleben zurück. Sie starb zehn Jahre später in Moissac und fand dort auch ihre letzte Ruhestätte. Zur Ehren von ihr und ihrem Mann trägt dort ein Platz den Namen Place Bouli et Shatta Simon.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Simon, Shatta |
| ALTERNATIVNAMEN | Hirsch, Charlotte (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Erzieherin |
| GEBURTSDATUM | 29. Januar 1910 |
| GEBURTSORT | Sighișoara, Rumänien |
| STERBEDATUM | 2. Juni 2003 |
| STERBEORT | Saint-Maximin, Département Oise |