
Das Shiji (chinesisch 史記, Pinyin Shǐjì, W.-G. Shih-Chi – „Aufzeichnungen des Chronisten, Aufzeichnungen der Chronisten, Aufzeichnungen der Historiker, Aufzeichnungen des Hofschreibers, Historische Aufzeichnungen bzw. Aufzeichnungen des Historikers“) von Sima Qian (bzw. Sima Qian und dessen Vater Sima Tan 司馬談) aus der frühen Han-Zeit (zwischen 109 und 91 v. Chr. geschrieben) gilt als das erste bedeutende Werk der chinesischen Geschichtsschreibung und ist die erste der 24 Dynastiegeschichten. Es umfasst 130 Rollen oder Bände (卷, juǎn).
Das Shiji beschreibt die Zeit von den mythologischen Anfängen der Geschichte bis zur frühen Han-Dynastie. Für die Han-Zeit ist es aus den Hofakten gearbeitet, zu denen Sima Qian direkten Zugang hatte, da er Hofastrologe war. Das Neue daran sind einerseits chronologische Tabellen, auf denen eine Synopse der wichtigen zentralen Ereignisse mit den Geschehnissen in den Königslehen und Hofämtern geboten wird, und die Monographien zu Astronomie, Astrologie, kaiserlichen Opferzeremonien, Riten, Musik, Wirtschaft und Bewässerung, die Sima Qian zu großen Teilen aus eigener Fachkenntnis abfasste.
In seinem Werk stellt er unter anderem dar, wie die Hofnarren Scherz und Witz benutzten, um die Herrschenden vor Dummheiten zu bewahren, und dabei direkte Kritik vermieden.
Das Shiji umfasst 130 Kapitel, die in fünf Kategorien eingeteilt sind:
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