
Yáng Xiànyì (chinesisch 杨宪益, W.-G. Yang Hsien-yi; geb. am 10. Januar 1915 in Tianjin, Republik China; gest. am 23. November 2009 in Peking, Volksrepublik China) war ein chinesischer Übersetzer, der gemeinsam mit seiner Frau Gladys Yang zahlreiche Werke der chinesischen Literatur ins Englische sowie einige Werke der englischen, französischen, griechischen und lateinischen Literatur ins Chinesische übersetzte.
Yáng Xiànyì begann 1936 ein Studium am Merton College der Universität Oxford. Dort lernte er Gladys Tayler kennen, die er später heiratete. Im Sommer 1940 kehrte er mit Gladys nach China zurück und unterrichtete an Hochschulen in Chongqing, Guiyang und Chengdu. Ab Anfang der 50er-Jahre arbeiteten die beiden als Übersetzer für den Verlag für fremdsprachige Literatur in Peking. Sie hatten zwei Töchter (Yang Ying und Yang Zhi) und einen Sohn. 1968, zu Beginn der Kulturrevolution, wurden die beiden verhaftet und der Spionage beschuldigt. 1972 wurden sie freigelassen. Nach den politischen Ereignissen im Juni 1989 verhehlte er nicht seine Kritik an der chinesischen Regierung. Yáng Xiànyì starb im Alter von 95 Jahren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Yang, Xianyi |
| ALTERNATIVNAMEN | Yang, Hsien-yi; Yáng, Xiànyì |
| KURZBESCHREIBUNG | chinesischer Übersetzer |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1915 |
| GEBURTSORT | Tianjin, Republik China |
| STERBEDATUM | 23. November 2009 |
| STERBEORT | Peking, Volksrepublik China |