| Shipham | |||
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| Staat: | |||
| Koordinaten | 51° 19′ N, 2° 48′ W | ||
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| Traditionelle Grafschaft | Somerset | ||
| Einwohner | 1104 (Stand: 2021) | ||
| Verwaltung | |||
| Post town | WINSCOMBE | ||
| Postleitzahlenabschnitt | BS25 | ||
| Vorwahl | 01934 | ||
| Landesteil | England | ||
| Region | South West | ||
| Zeremonielle Grafschaft | Somerset | ||
| Unitary authority | Somerset | ||
| Civil Parish | Shipham | ||
| Britisches Parlament | Wells and Mendip Hills | ||
| Website: https://www.shipham.org.uk/ | |||
Shipham ist ein Dorf und eine Civil Parish auf dem Hochplateau der westlichen Mendip Hills in Somerset, England, das auf etwa 325 Metern Höhe in der erodierten Kernzone der Black Down-Periklinale liegt. Die Siedlungsgeschichte reicht bis in die angelsächsische Zeit zurück. Prägend war vor allem die Blei- und Zinkerz-Förderung, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert die gesamte Dorfwirtschaft bestimmte und eine durch Gruben und Halden charakteristisch geformte Bergbaulandschaft hinterließ. Heute ist Shipham eine ländliche Gemeinde mit rund 1100 Einwohnern, die überregional als Referenzfall für Schwermetall- und Cadmiumkontaminationen in ehemaligen Bergbaugebieten bekannt ist.
Shipham liegt auf dem Plateau der westlichen Mendip Hills im Nordosten der Grafschaft Somerset, am westlichen Rand des Kalksteingebirges nahe der Hauptstraße A38, rund 24 Kilometer südlich von Bristol. Das Dorf befindet sich in der erodierten Kernzone der Blackdown-Periklinale, einer geologischen Faltenstruktur, in der der Kalkstein der Mendips, der aus Sedimenten tropischer Flachmeere des Karbons hervorgegangen ist, aufgeschlossen ist. Shipham Hill zählt mit 325 Metern Höhe zu den höchsten Erhebungen der Mendip Hills und ermöglicht einen weiten Blick über Weston-super-Mare, die Somerset Levels und den Bristolkanal. Durch die Löslichkeit des Kalksteins in Regenwasser hat sich eine ausgeprägte Karstlandschaft mit Dolinen, Höhlen und trockenen Tälern entwickelt, zu der in der Umgebung Shiphams unter anderem die Höhlensysteme bei Burrington Combe und GB Cave gehören. Aufgrund der hohen Porosität des Kalksteins gibt es auf dem Hochplateau nur wenige oberirdische Wasserläufe, während zahlreiche Quellbäche am Fuß der Hänge entspringen und in die Somerset Levels abfließen. Die geologische Entwicklung umfasste neben karbonischem Kalkstein auch triassische Sedimente, die westlich und nördlich der Mendips in Form von Mergeln und Konglomeraten auftreten und lokal den Kalkstein überlagern. Der Durchfluss von Grundwasser durch den Kalkstein über lange Zeiträume führte zur Ausfällung von Zink- und Bleimineralien in Mineralgängen, die die bergbauliche Nutzung der Umgebung Shiphams ermöglichten.
Die Landschaft um Shipham ist eine Mischung aus Weiden, Heckenlandschaften und lichten Wäldern, wobei der Kalkmagerrasen auf den höher gelegenen Flächen eine wichtige Habitatvielfalt bildet. In der näheren Umgebung liegen mehrere als „Site of Special Scientific Interest“ ausgewiesene Flächen, darunter Dolebury Warren und Cheddar Wood, die sowohl geologisches als auch biologisches Schutzgut umfassen. Insgesamt ist die heutige Landnutzung durch extensive Weidewirtschaft, kleine Felder und ein Netz von Fußwegen geprägt, die das Dorf mit den umliegenden Höhenzügen und Tälern verbinden.
Für die Besiedlung Shiphams liegen Belege aus der angelsächsischen Periode vor. Der Ortsname leitet sich aus dem Altenglischen ab: „sceep“ für „Schaf“ und „ham“ für „Dorf“ oder „Siedlung“, was die enge Verbindung der frühen Gemeinschaft mit der Schafwirtschaft widerspiegelt. Im Domesday Book von 1086 erscheint der Ort unter dem Namen „Sipeham“. Der Tenant-in-Chief ist dort als Roger of Courseulles verzeichnet. Es gibt Hinweise darauf, dass Shipham vor der normannischen Inbesitznahme im Besitz von Glastonbury Abbey gewesen sein könnte. Die Gemeinde war Bestandteil des Winterstoke Hundred, einer Verwaltungseinheit, die in Somerset vor der normannischen Eroberung entstand und bis ins 19. Jahrhundert fortbestand. Die Familie Malherbe, die nach der Conquête in die westlichen Grafschaften Englands eingewandert war, hielt das Manor von Shipham in der Folgezeit etwa 300 Jahre lang. In der frühen Neuzeit gehörten das Patronat und das Kirchenlehen dem Dean and Chapter of Wells. Auch das Manor war mit dieser Institution verbunden.
Im Imperial Gazetteer of England and Wales von 1870–72 wird Shipham als Dorf und Parish im District of Axbridge von Somerset beschrieben, das an einem Hang von Black Down inmitten der Mendip Hills liegt, etwa 4 Kilometer nordnordöstlich von Axbridge. Die Gemeinde umfasste damals etwa 310 Hektar. Die Bevölkerung betrug 1851 610 und 1861 520 Personen, verteilt auf 123 Häuser.

Der Bergbau prägte Shipham und das benachbarte Rowberrow über mehrere Jahrhunderte. In der Umgebung des Dorfes wurden seit der Römerzeit Bleierze gewonnen. Spätestens ab dem Mittelalter ist eine intensivierte Förderung von Blei für das Eindecken von Burgen und Kirchengebäuden belegt. Die entscheidende wirtschaftliche Transformation setzte mit der Entdeckung von Zinkerzlagerstätten im 16. Jahrhundert ein. Die Galmei-Gewinnung in den Mendips begann nachweislich um 1556 bei Worle Hill und erreichte das Mendip-Plateau um 1600. Im Gebiet von Shipham und Rowberrow ist die Förderung von Galmei ab 1665 dokumentiert.
Das erste staatliche Monopol auf die Galmeigewinnung hielt die Society of the Mineral and Battery Works. Dieses Monopol endete durch den Mines Royal Act von 1688, der eine Ausweitung des Bergbaus zur Versorgung der entstehenden Messingwerke in Bristol einleitete. Im Jahr 1702 eröffnete der Industrielle Abraham Darby I die Baptist Mills Brassworks bei Bristol, wodurch ein großer regionaler Markt für das in Shipham gewonnene Zink entstand. Der Galmei aus den Mendips wurde als das beste in England eingestuft. Im Jahr 1779 waren Shipham und Rowberrow das Zentrum der Zinkindustrie. Die gesamte Bevölkerung der beiden Dörfer, damals rund 680 Personen, war nach zeitgenössischen Berichten vollständig im Bergbau beschäftigt. Der Historiker John Collinson notierte 1791 in seinem Werk The History and Antiquities of the County of Somerset, dass über hundert Minen in Shipham in Betrieb waren, von denen viele „in the street, in the yards and some in the very houses“ lagen – ein Befund, der dadurch erklärt wird, dass Galmei in Oberflächennähe vorkam und manche Bergleute einfach das Erdreich unter ihren Häusern aushöhlten. Das Zeugnis des 18. Jahrhunderts beschreibt eine Gemeinde, die fast ausschließlich durch den Galmeibergbau definiert war, wobei die Arbeit als relativ gut entlohnt galt: Collinson schätzte, dass ein Bergmann mit angemessener Sorgfalt eine Guinee pro Tag verdienen konnte.

Die Hochphase der Galmeigewinnung lag in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im frühen 19. Jahrhundert begann die Industrie zu schrumpfen, da neue Messingherstellungsverfahren und Billigimporte aus Übersee die Galmei-Messing-Branche unrentabel machten. Das britische Parlament halbierte den Einfuhrzoll auf Zink, was die heimische Mendips-Förderung innerhalb weniger Jahrzehnte unwirtschaftlich werden ließ. 1839 war der Betrieb auf ein oder zwei Minen zurückgegangen. 1853 hatten alle Förderungsaktivitäten in Shipham geendet. In den 1860er und 1870er Jahren fanden einige der nun arbeitslosen Bergmänner Beschäftigung in den Bleihüttenwerken bei Charterhouse-on-Mendip, zu denen sie täglich über den heute als „Slaggers’ Path“ bekannten Weg gelangten.
Die Galmeigewinnung hinterließ in Shipham Parish eine einzigartige Kulturlandschaft. Schätzungen zufolge wurden rund 4.000 Schächte und Gruben entlang von mindestens 12 Kilometern mineralisierten Erzgängen angelegt. Die Mehrzahl davon waren flache Oberflächengruben, die die charakteristischen unregelmäßigen Geländeformen schufen und lokal als „gruffy ground“ („buckeliges Gelände“) bezeichnet werden. Tiefere Schächte bis zu einer Tiefe von etwa 21 Metern waren notwendig, um die tiefer liegenden Erzgänge zu erschließen. Eine der bedeutendsten unterirdischen Grubenanlagen ist die sogenannte „Singing River Mine“, die im 18. Jahrhundert ursprünglich für Galmei (Zinkcarbonat), Blende (Zinksulfid) und Galenit (Bleisulfid) abgebaut wurde. In den 1920er Jahren wurde die Anlage von den Wasserversorgungsbehörden für ein unterirdisches Reservoir umgebaut, das Projekt wurde jedoch aufgegeben, als die Wassermengen zu gering waren. Die Galmei-Rückstände südlich von Glovers Field, Shipham, sind heute als „Scheduled Monument“ (Nationales Bodendenkmal) eingetragen und auf der National Heritage List for England (NHLE) geführt.

Die sozialen Verhältnisse in Shipham am Ende des 18. Jahrhunderts sind durch mehrere zeitgenössische Quellen dokumentiert. Die Philanthropin Hannah More und ihre Schwester Martha (gen. Patty) besuchten das Dorf 1790 und beschrieben die Zustände in der Bergarbeitergemeinde als außerordentlich arm und verwahrlost. Die enge Verknüpfung von körperlich schwerer Arbeit, Armut und sozialer Isolation prägte das Erscheinungsbild beider Bergarbeiterdörfer Shipham and Rowberrow. Angesichts dieser Zustände gründeten Hannah und Patty eine Reihe von Sonntagsschulen in den Mendip-Dörfern. Die Schule in Shipham zählte zu jenen, die bis ins 20. Jahrhundert überlebten. Hannah More arbeitete dabei mit dem Abolitionisten William Wilberforce zusammen. Im Jahr 1789 wurde in Cheddar die erste Sonntagsschule gegründet, und bis zum Höhepunkt dieser Aktivitäten waren rund 1000 Kinder in insgesamt neun Mendip-Schulen eingeschrieben. Die Schulen in Cheddar, Shipham und Nailsea überdauerten die anderen.
Das Land nördlich von Shipham wurde 1799 der Gemeinde zugeteilt, damit Stein für den Wiederaufbau lokaler Straßen gewonnen werden konnte.
Die unmittelbare Umgebung von Shipham war während des Zweiten Weltkriegs von militärischer Bedeutung. Black Down, mit 325 Metern Höhe der höchste Gipfel der Mendip Hills und in direkter Nachbarschaft zu Shipham gelegen, wurde als Teil der Südwest-Verteidigungsanlagen ausgebaut. Da ein Angriff über die Sandstrände nahe Weston-super-Mare befürchtet wurde, ließ das Militär das Hochplateau mit künstlichen Geländehindernissen (tumps) versehen, die Landungen erschweren sollten. Gleichzeitig wurde auf Black Down eine der „Starfish“ genannten Täuschungsanlagen errichtet: ein aufwendig konstruiertes Nachbildungssystem der Topografie und Nachtbeleuchtung Bristols, um feindliche Bomberverbände von der Stadt wegzulocken. Das Kontrollgebäude für diese Anlage ist als Bunker erhalten. Während der Betriebszeit war das gesamte Gebiet abgesperrt, und das Personal unterlag strengster Geheimhaltungspflicht.
Shipham ist als Civil Parish organisiert und verfügt über einen Parish Council (Gemeinderat). Der Parish Council tagt monatlich im George Thiery Room im Dorfgemeinschaftshaus, mit einer Sommerpause im August. Zu den Aufgaben des Parish Council gehören die Verwaltung kommunaler Einrichtungen, Planungsfragen, Straßenbeleuchtung, Kleingärten (Allotments) und weitere kommunale Belange. Shipham gehört zum Versorgungsgebiet des Somerset Council (unitäre Gebietskörperschaft) und war zuvor Teil des District Sedgemoor. Gemäß den Empfehlungen der Boundary Commission für Somerset werden Cheddar, Axbridge und Shipham gemeinsam in einem Wahlbezirk zusammengefasst, der aufgrund seiner vergleichsweise großen Einwohnerzahl von zwei Ratsmitgliedern vertreten wird.
Die Einwohnerzahl der Civil Parish Shipham hat sich in den letzten Jahrzehnten moderat entwickelt. Laut den Volkszählungen des United Kingdom Office for National Statistics betrug die Bevölkerung 2001 insgesamt 1022 Personen, 2011 waren es 1087 und 2021 wurden 1104 Einwohner gezählt. Eine Schätzung für Mitte 2024 gibt 1102 Einwohner an. Beim Zensus 2021 wurden 546 männliche und 561 weibliche Einwohner erfasst. Die Altersstruktur zeigt 194 Personen unter 18 Jahren, 579 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren und 334 Personen ab 65 Jahren.

Das Dorfgemeinschaftshaus (Village Hall) wurde 2005 fertiggestellt und bietet Räumlichkeiten für Versammlungen, Freizeitaktivitäten und gesellschaftliche Veranstaltungen. Es wird von zahlreichen lokalen Vereinen und Gruppen genutzt. Das dorfeigene Gemeinschaftstransportangebot (Shipham Community Car Scheme) stellt ehrenamtlichen Fahrdienst für Einwohner von Shipham, Rowberrow und Star bereit, die auf andere Weise nicht mobil sind, um medizinische Einrichtungen und Krankenhäuser zu erreichen.
Die Shipham C of E First School ist eine staatlich finanzierte Grundschule für Kinder im Alter von 2 bis 9 Jahren, die dem Wessex Learning Trust angehört. Zum Zeitpunkt der Ofsted Inspection vom 8. Oktober 2024 wurde die Schule in allen Beurteilungsbereichen (Qualität des Unterrichts, Verhalten und Einstellungen, persönliche Entwicklung, Leitung und Management sowie Frühpädagogik) mit „Good“ bewertet. Die Schüleranzahl betrug 80 bei einer Kapazität von 97. Die Schule unterhält enge Verbindungen zur Parish Church St. Leonard.
Zu den lokalen Vereinigungen zählen unter anderem Pfadfinder- und Brownie-Gruppen, ein Kickboxing-Kurs, ein Gartenbauverein und die Shipham, Rowberrow & Star History Society, die sich monatlich im George Thiery Room des Dorfgemeinschaftshauses trifft. Der gemeinschaftlich betriebene Lenny’s Coffee Shop, ursprünglich 1997 von Mitgliedern der St.-Leonard-Gemeinde in einem ehemaligen Metzgerladen eingerichtet, existiert heute als spendenbasiertes Café (Lenny’s Warm Spaces, Warm Hearts Café), das an wechselnden Freitagen im Dorfgemeinschaftshaus geöffnet ist.

Die anglikanische Pfarrkirche St. Leonard wurde 1843 nach Plänen des Architekten James Wilson (1816–1900) aus Bath errichtet und ist als Baudenkmal der Kategorie Grade II klassifiziert. Die Buntglasfenster an der Nordseite des Kirchenschiffs sind dem Andenken an Hannah More gewidmet, die im Zuge ihrer Bestrebungen zur „Zivilisierung“ der Bevölkerung von Cheddar und den umliegenden Dörfern – insbesondere der Bleibergleute von Shipham – die Shipham C of E First School gründete. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht das Grabmal der Amelia Day, das sich auf dem Friedhof südlich des Kirchenschiffs befindet.
Die jahrhundertelange Bergbautätigkeit hinterließ erhebliche Schwermetallbelastungen in den Böden Shiphams und seiner Umgebung. Ein flächendeckender Bodenrastersurvey in Nord-Somerset zeigte, dass die Belastung durch Blei, Zink, Kupfer und Cadmium auf dem Mendip-Plateau, insbesondere in der Umgebung von Shipham, Wells und Priddy, am stärksten ausgeprägt ist. Cadmiumanomalien sind in der Nähe von Shipham besonders deutlich. Erhöhte Cadmiumkonzentrationen im Boden in der Gegend um Shipham wurden 1979 durch eine Pilotstudie bekannt, nachdem Kinder bei dem Versuch, in der Schule Gemüse anzubauen, feststellten, dass die Blätter ihrer Pflanzen gelb wurden.
Im April 1979 veröffentlichten Malcolm Carruthers und Brian Smith im medizinischen Fachblatt The Lancet eine Pilotstudie, in der sie bei 22 von 31 untersuchten Einwohnern Shiphams erhöhte Blut-Cadmiumwerte dokumentierten. Einige Probanden zeigten zudem klinische und biochemische Befunde (darunter Bluthochdruck und Hinweise auf renale Tubulusdysfunktion), die von den Autoren als mögliche cadmiumassoziierte Toxizität eingestuft wurden. Die Ergebnisse dieser Studie lösten eine öffentliche Debatte aus und führten zu behördlichen Warnungen an die Bevölkerung, selbst angebautes Gemüse nicht zu verzehren. In der Folge wurden unter behördlicher Förderung umfangreichere Untersuchungen durchgeführt, die als Shipham Report dokumentiert wurden. Spätere Auswertungen kamen zu differenzierten Ergebnissen: Analysen der Sterblichkeit (40-Jahre-Follow-up) und der Krankenhausaufnahmen zeigten keine statistisch signifikante Erhöhung für die meisten cadmiumassoziierten Erkrankungsmuster. Lediglich ein kleiner Überschuss an Ovarialkarzinomen wurde vermerkt, dem die Autoren jedoch keine kausale Cadmiumerklärung zusprachen. Parallel wurden erhöhte Leber-Cadmiumkonzentrationen in einer Stichprobe von 21 Einwohnern Shiphams im Vergleich zu einer Kontrollgruppe festgestellt, ohne dass klinische Zeichen einer Cadmiumtoxizität nachweisbar waren. Der Bodengehalt an Cadmium bei Shipham gehört zu den höchsten in Großbritannien. Entsprechende Messungen wurden in mehreren wissenschaftlichen Studien als Referenzfall für Expositionen in Wohngebieten mit Bergbaualtlasten herangezogen. Ein britisches Regierungsdokument zur Bergbaualtlastenproblematik in Somerset nennt Shipham ausdrücklich als Ort, an dem nach der Entdeckung von Zinkerzen im 16. Jahrhundert ein bedeutendes Bergbauzentrum entstand und in dessen Böden erhöhte Cadmiumkonzentrationen gemessen wurden.