
Siegenhoven (genannt Anstel) (auch Siegenhofen, Segenhofen o. ä.), teilweise auch nur Anstel, ist der Name eines erloschenen rheinländischen Uradelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem nichtstammverwandten Adelsgeschlecht Anstel, das vor den Siegenhoven genannt Anstel zu Burg Anstel saß.

Das altritterliche Adelsgeschlecht Siegenhoven hatte seinen Namen von einem Hof Sighinhoven in der Nähe der Abtei Knechtsteden, der nach einem alten Register dieser Abtei bei Straberg, nach anderen Quellen bei Hackhausen lag. Diese curtis dicta Sicginhoven hatten die Edelherren von Reifferscheidt am 13. Januar 1317 der Abtei für 180 Mark kölnische Denare verkauft. Den Beinamen „Anstel“ nahm die Familie von ihrem um 1380 erworbenen, noch 1826 besessenen Sitz Burg Anstel im heutigen Rommerskirchener Stadtteil Anstel an. Neben Anstel hatte die Familie auch den Frankenhof in Linsteden (urkundlich 1659–1767), Rittergut Hausen (1480) und Burg Holtrop (1638–1661) sowie Güter in Dötzdorf (1440), Gustorf (1520), Keldenich (1640), Muchhaus (1596) und Nettesheim (1561–1607). Auch in der Grafschaft Bentheim und in den Ostseeprovinzen war die Familie ansässig.
Franz von Anstel genannt Siegenhoven (auch umgekehrt) war 1543–1559 Deutschorden-Komtur zu Reval. Kersten von Anstel unterzeichnete 1463 mit seinen Söhnen die Landesvereinigung des Erzstifts Köln. Rutger von Anstel († 1548) war 1534–1548 Abt der Reichsabtei Kornelimünster. Franz Joseph Freiherr von Siegenhoven genannt Anstel wurde am 19. Juni 1829 in der Freiherrenklasse der preußischen Rheinprovinz unter der Nr. 58 eingetragen. Die Familie erlosch im Mannesstamm im Jahr 1851.
Die urkundliche Stammfolge der Herren von Siegenhoven genannt Anstel stellt sich wie folgt dar: