Sielwall

Sielwall
Wappen
Straße in Bremen
Basisdaten
Ort  Bremen
Ortsteil  Ostertor
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Querstraßen  Ostertorsteinweg, Vor dem Steintor, Bernhardstr., Luisenstr., Körnerwall, Im Krummen Arm, Blücherstr., Auwigstr., Prangenstr., Kreuzstr., Borchwersweg
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  Wohnhäuser Nr. 55, 68, Schule GSM
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Autos, Fahrräder und Fußgänger
Technische Daten
Straßengestaltung zweispurige Straße
Länge 480 Meter
Sielwall 55
Sielwall 68
Sielwallkreuzung vom Sielwall aus gesehen

Die Straße Sielwall ist eine historische Straße in Bremen an der Grenze der Stadtteile Bremen-Mitte, Ortsteil Ostertor und Östliche Vorstadt, Ortsteil Steintor. Sie führt in Nord-Süd-Richtung vom Am Dobben zum Osterdeich an der Weser.

Die Querstraßen wurden als Ostertorsteinweg benannt, da sie zum früheren Ostertor (1238–1802/04) in der Bremer Stadtmauer führt, Vor dem Steintor nach dem historischen Steinthorn, bestehend aus einer Zugbrücke über den Dobben neben einem Wachturm, Bernhardstraße und Luisenstraße von 1854 nach den Vornamen, Körnerwall nach dem Dichter Theodor Körner, Im Krummen Arm wegen der krummen Wegeführung, Blücherstraße nach dem Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher, Auwigstraße von 1852 nach dem Bauunternehmer Lüder Auwig, Prangenstraße, Kreuzstraße, Borchwersweg nach dem Bauunternehmer Borchers; ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

Geschichte

Name

Die Straße erhielt 1861 den Namen nach dem dortigen Wesersiel am Übergang vom Punkendeich zum Eisenradsdeich.

Entwicklung

Der Ortsteil entwickelte sich erst nach 1849, als die Bremer Torsperre aufgehoben wurde und die Vorstadtbürger das gleiche Bürgerrecht wie die Altstadtbürger erhielten. Es änderte sich die Sozialstruktur bis 1880 erheblich. Wohlhabende Kaufleute und höhere Beamte wohnten nun hier in Bremer Häusern anstelle einfacher Schichten in einfachen Häusern. Der benachbarte Ortsteil Steintor entwickelte sich danach schnell bis um 1890.
Beide Ortsteile werden in Bremen umgangssprachlich als Das Viertel bezeichnet.

Ein Tor an der Mündung Sielwall/Osterdeich wurde 1890 nach Plänen von Eduard Gildemeister errichtet als Straßenschmuck zum Besuch Kaiser Wilhelm II. am 21. April. Um 1900 wurde die Badeanstalt an der Werderstraße am linken Weserufer zum Osterdeich beim Sielwall verlegt.

Die Sielwallkreuzung war in den 1980er und 1990er Jahren Brennpunkt der bremischen Drogenszene.
An der Kreuzung kam es in diesen Jahren zu Silvesterkrawallen unter Einsatz größerer Polizeiaufgebote.
In der Nahe der Sielwallkreuzung befinden sich das Jazzlokal Lila Eule und das Programmkino Cinema im Ostertor.

Verkehr

Die Straßenbahn Bremen tangiert den Sielwall mit den Linien 2 (Gröpelingen – Am Brill -- Domsheide – Sebaldsbrück), 3 (Gröpelingen – Überseestadt – Am Brill --Domsheide – Weserwehr) und 10 (Gröpelingen – Walle – Hauptbahnhof – Sebaldsbrück).

Die Sielwallfähre Hal över fährt über die Weser zum Café Sand. Sie hat ihren Anleger am Osterdeich.

Seit Juni 2021 ist die Sielwallkreuzung in den Wochenendnächten für den allgemeinen Kfz-Verkehr gesperrt, um Unnützes Hin- und Herfahren und Lärm zu reduzieren.

Gebäude und Anlagen

An der Straße befinden sich überwiegend zwei- bis viergeschossige Gebäude.

Bremer Baudenkmale

Erwähnenswerte Gebäude

Wandbild Blücherstraße Ecke Sielwall

Kunstobjekte, Gedenktafeln

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Deutsche Bauzeitung. 1890, S. 211.
  2. ↑ Denkmaldatenbank des LfD
  3. ↑ Denkmaldatenbank des LfD
  4. ↑ Denkmaldatenbank des LfD
  5. ↑ Denkmaldatenbank des LfD

Koordinaten: 53° 4′ 15″ N, 8° 49′ 26″ O