Sigrid Neubert (* 4. September 1927 in Tübingen; † 13. Oktober 2018) war eine deutsche Fotografin, die vor allem auf dem Gebiet der Architekturfotografie bekannt wurde.



Neubert war die Tochter des Arztes und späteren Anatomieprofessors Kurt Neubert und absolvierte ihre Ausbildung an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen, die sie 1954 mit der Meisterprüfung abschloss. Nach ersten Berufserfahrungen mit Aufnahmen für die keramische Industrie und Glasunternehmen (Rosenthal Porzellan, Gralglas Dürnau), wandte sie sich der Architekturfotografie zu, mit der sie rasch großen Erfolg hatte. Für deutsche Architekten wie Kurt Ackermann, Günter Behnisch, Betz Architekten, Alexander von Branca, Max Breitenhuber, Hans-Busso von Busse, Herbert Groethuysen, Theodor Hugues, Hans Maurer, Paolo Nestler, Franz Riepl, Karl Schwanzer, Werner Wirsing, Erhard Fischer (St. Christophorus) u. a. nahm sie ab 1955 zahlreiche wichtige Neubauten auf. Auftragsreisen führten sie nach Afrika und Südamerika.
Zur Architekturfotografie kamen seit 1968 Arbeiten zu frei gewählten Themen in der Natur, denen sie sich dann von 1990 bis 2007 ausschließlich widmete. Von 1953 an wurden Sigrid Neuberts Aufnahmen in Architektur- und anderen Fachzeitschriften veröffentlicht und später auch in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Bekannt wurden ihre Veröffentlichungen über den Schlosspark Nymphenburg. 1992 wurde sie mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet.
Sigrid Neubert lebte zuletzt in der Nähe von Berlin. Sie starb im Oktober 2018 im Alter von 91 Jahren. Die Eröffnung der großen Retrospektive zu ihrem Werk im Berliner Museum für Fotografie konnte sie wenige Monate vor ihrem Tod noch miterleben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neubert, Sigrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Fotografin |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1927 |
| GEBURTSORT | Tübingen |
| STERBEDATUM | 13. Oktober 2018 |