
Sigurd Rompza (* 1945 in Bildstock (Saarland)) ist ein deutscher Künstler.
Sigurd Rompza studierte Malerei und Kunsttheorie bei Raimer Jochims an der Städelschule/Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. In den Jahren 1981 bis 1994 übte er einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes/Fachrichtung Kunsterziehung aus. Im Jahre 1994 wurde Sigurd Rompza zum Professor für Grundlagen der Gestaltung an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken ernannt. 1999 erhielt er eine Professur für Malerei und Grundlagen der Gestaltung an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. 2011 wurde Sigurd Rompza dort emeritiert.
Sigurd Rompza arbeitet im Bereich der Stilrichtung Konkrete Kunst. Erste weiße Reliefs entstehen 1972. Sie stellen bereits eine Abkehrung von mathematischen Herstellungssystemen der Kunst dar, wie sie ab den 60er Jahren vermehrt in der Kunst auftauchen. Da sich seine Kunst der Erforschung des Sehens widmet, begründet der Künstler die Abkehr mit der Erkenntnis, das Sehen sei nicht systematisierbar. Seit 1985 arbeitet der Künstler an farbigen Reliefs und Wandobjekten als offene Bildformen. Darin sind Elemente wie Raum, Farbe, Licht und Schatten essentielle Elemente. Die Werke sollen zu Sehhandlungen auffordern, d. h. den Betrachtenden aktivieren. Je nach Standpunkt, Lichteinfall und Blickwinkel lassen sich die Werke Rompzas unterschiedlich lesen – was er basierend auf Ludwig Wittgensteins Sprachspielen- als Bildspiel bezeichnet. Seit 1973 verfasst Sigurd Rompza kunsttheoretische Texte, Veröffentlichungen zur Konkreten Kunst und zu den Grundlagen der Gestaltung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rompza, Sigurd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler der Konkreten Kunst |
| GEBURTSDATUM | 1945 |
| GEBURTSORT | Bildstock (Saarland) |