Simone Oldenburg

Simone Oldenburg (2017)

Simone Oldenburg (* 22. März 1969 in Wismar) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie ist seit 2026 Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, dem sie bereits von 2011 bis 2021 angehörte. Von 2016 bis 2021 war sie dort Vorsitzende der Linksfraktion. Seit 2021 amtiert sie als Stellvertreterin der Ministerpräsidentin sowie als Landesministerin für Bildung und Kindertagesförderung von Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2026 ist sie 1. Vizepräsidentin des Landtages.

Biografie

Simone Oldenburg besuchte die Schule in ihrem Heimatort Wismar. Nach dem Abitur im Jahre 1987 absolvierte sie zunächst an der Pädagogischen Hochschule Leipzig, dann an der Universität Leipzig ein Lehramtsstudium der Fächer Deutsch und Geschichte, das sie 1994 als Gymnasiallehrerin mit dem ersten Staatsexamen abschloss. Das Referendariat absolvierte sie am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar bis zum zweiten Staatsexamen 1996. Anschließend arbeitete sie an der Regionalen Schule in Klütz, deren Leitung sie von 2004 bis 2019 übernahm. Von 2018/2019 bis 2021 war sie Schulleiterin der Regionalen Schule mit Grundschule in Proseken.

Politik

Oldenburg auf dem Bundesparteitag in Leipzig (2018)

Oldenburg gehört seit 2004 der Gemeindevertretung von Gägelow an, seit 2009 auch dem Kreistag des Kreises Nordwestmecklenburg. Bei der Landtagswahl am 4. September 2011 erhielt sie über Platz 2 der Landesliste ihrer Partei ein Abgeordnetenmandat. Die Direktkandidatur im Landtagswahlkreis Nordwestmecklenburg I war nicht erfolgreich. Die Fraktion Die Linke wählte sie am 27. September 2011 zur stellvertretenden Vorsitzenden. Sowohl bei der Landtagswahl 2016 als auch bei der Landtagswahl 2021 wurde sie über die Liste in den Landtag gewählt. Sie führte die Fraktion von 2016 bis 2021. Von 2018 bis 2021 war sie stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei.

Bei der Landtagswahl 2021 war sie Spitzenkandidatin der Linkspartei. Am 15. November 2021 wurde Oldenburg zur Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung ernannt und fungiert seitdem als stellvertretende Ministerpräsidentin im Kabinett Schwesig II. Im Zuge dessen legte sie zum Jahresende 2021 ihr Landtagsmandat nieder. Für sie rückte Steffi Pulz-Debler in den Landtag nach. Im Jahr 2025 war Oldenburg Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, einer der drei eigenständigen Teilkonferenzen innerhalb der Kultusministerkonferenz, deren Präsidenten gleichberechtigt den Vorstand bilden.

Für die Landtagswahl 2026 wurde sie erneut zur Spitzenkandidatin der Linkspartei gewählt und erhielt über die Landesliste ein Mandat. Bei der konstituierenden Sitzung wurde sie zur 1. Vizepräsidentin des Landtages gewählt.

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Einzelnachweise

  1. ↑ NDR 1 Radio MV: Holter führt LINKE im Schweriner Schloss (Memento vom 9. November 2012 im Internet Archive)
  2. ↑ Oldenburg ist neue Vorsitzende der Linksfraktion. In: ndr.de. Abgerufen am 27. September 2016.
  3. ↑ Simone Oldenburg in Leipzig zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt: DIE LINKE. Mecklenburg-Vorpommern. Abgerufen am 5. Juli 2018.
  4. ↑ Rot-Rot in MV: So soll das neue Kabinett aussehen. NDR, abgerufen am 11. November 2021.
  5. ↑ Simone Oldenburg ist Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2025. In: kmk.org. 13. Dezember 2024, abgerufen am 5. Februar 2025.
  6. ↑ Linke zieht mit Oldenburg an der Spitze in den Wahlkampf. In: n-tv.de. 14. März 2026, abgerufen am 14. März 2026.
  7. ↑ Ergebnis der Landtagswahl am 20. September 2026 – Gewählte Bewerber/-innen aus Landeslisten (Zweitstimmen). In: wahlen.mvnet.de. Abgerufen am 23. September 2026.
  8. ↑ Landtag MV: Vizepräsidentinnen von Linken und Grünen. In: zeit.de. 20. Oktober 2026, abgerufen am 21. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Oldenburg, Simone
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (Die Linke)
GEBURTSDATUM 22. März 1969
GEBURTSORT Wismar, Bezirk Rostock, DDR