Sitzenberg

Sitzenberg (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Sitzenberg
Sitzenberg (Österreich)
Sitzenberg (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Tulln
Pol. Gemeinde Sitzenberg-Reidling
Koordinaten 48° 19′ 13″ N, 15° 48′ 28″ OKoordinaten: 48° 19′ 13″ N, 15° 48′ 28″ Of1
Höhe 200 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 490 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 3,59 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06340
Katastralgemeindenummer 20180
Bild
Ortsansicht mit Schloss und Teich
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
490

Sitzenberg ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Sitzenberg-Reidling im Bezirk Tulln in Niederösterreich mit 490 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1970 bildete der Ort eine eigenständige Ortsgemeinde.

Geografie

Das Dorf liegt im Süden um das Schloss Sitzenberg und nördlich beiderseits des Sitzenberger Schlossteiches, aus dem der Bärndorfer Graben abfließt, und ist über die Landesstraße L2200 erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft, zu der auch die Lage Wimmergraben gehört, 226 Adressen.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 44 Häusern genannt, das nach Reidling eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Sitzenberg besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Gutenbrunn ausgeübt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Sitzenberg ein Baumeister, ein Fleischer, zwei Fuhrwerker, ein Gärtner, zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Glaser, ein Kaffeehaus, ein Kino, ein Mechaniker, ein Sägewerk, ein Sattler, zwei Schlosser, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, eine Sparkasse, ein Spengler, ein Tischler, ein Wasenmeiser, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es beim Ort ein Elektrizitätswerk der N.-Oe. Elektrizitätswirtschaft AG. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1971 die damaligen Gemeinden Hasendorf, Reidling und Sitzenberg.

Literatur

Commons: Sitzenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 41. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. März 2025.
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 270f (Sitzenberg in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 454