Skynex (vollständig Oerlikon Skynex Air Defence System) ist ein vernetztes Flugabwehrsystem zur Luftverteidigung im Nahbereich. Das Nahbereichsverteidigungssystem wurde von Rheinmetall in der Schweiz entwickelt und wird in Italien gefertigt.
Das System besteht aus einer Sensoreinheit zur Luftraumüberwachung, einer Einsatzzentrale und vier Rheinmetall KDG-Revolverkanonen. Diese sind auf militärischen LKWs transportierbar, aber nicht auf denen abfeuerbar. Es verwendet programmierbare AHEAD-Munition. Sensorik und Effektor sind getrennt und dadurch flexibel kombinierbar, etwa mit Skyshield oder Skyguard.

Es kann Artillerie, Mörser und Marschflugkörpern sowie auch unbemannte Systeme oder Loitering Munition abwehren. Bei der Bekämpfung kleiner und schneller Luftziele, ist es kosteneffektiver als lenkwaffenbasierte Systeme und kann im Nächstbereich eingesetzt werden. Ein System kostet nach Schätzungen 100 Millionen Euro. Die Abwehr einer Drohne kostet mehrere tausend Euro. Dies stellt eine Kosteneinsparung von 99 % gegenüber Luftabwehrraketen dar.

Ende 2022 wurde ein System bestellt. Bereits 2023 wurde von der deutschen Bundesregierung das erste Skynex-System an die ukrainischen Streitkräfte ausgeliefert. Ein zweites System folgte im April 2024. Laut Herstellerangaben waren es zu dem Zeitpunkt weltweit die einzigen voll einsatzbereiten Skynex-Systeme. Im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine seit 2022 setzt die russische Armee auf Shahed-Drohnen mit Sättigungs- und Schwarmangriffen auf die laut Angaben der ukrainischen Armee mit Skynex hochwirksam reagiert werden kann. Zu Problemen kam es am 1. April 2026 bei der Abwehr russischer Shahed-Drohnen in der Westukraine durch Hydraulikdefekte, Ausfall des Verfolgungsradars sowie einer Ladehemmung, die die technische Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit des Systems in Frage stellte.