
Snarmann (auch Snareman, Snorman, von dem Snare, Schnarmann o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
Das Geschlecht stammt ursprünglich aus Marsberg im heutigen Hochsauerlandkreis. Dort stellte es Anfang des 14. Jahrhunderts mehrere Marsberger Ratsherren und Bürgermeister sowie einen Propst des Klosters Obermarsberg. Mit Ludolf Snarman (urkundlich 1390–1454) kam Anfang des 15. Jahrhunderts eine Familienlinie nach Paderborn, wo diese ebenfalls mehrere Ratsherren, Kämmerer und Bürgermeister sowie Kanoniker des Stifts Busdorf stellte. Anfang des 17. Jahrhunderts erwarb die Paderborner Familielinie durch Heirat ein kurmainzisches Burgmannslehen zu Fritzlar, wodurch sich der Lebensmittelpunkt der letzten zwei Generationen ins Hessische verschob.
1681 erscheint der Letzte im Mannesstamm, Ludof Henrich Schnarmann, als verstorben. Der Corveyer Abt Florenz von dem Velde belehnte daraufhin Christoph Beckmann, Obristwachtmeister und lippscher Drost zu Lippstadt, der Elisabeth Schnarmann geheiratet hatte, mit verschiedenen ehemals snarmannschen Lehen bei Marsberg.
Laut Max von Spießen erlosch die Familie wahrscheinlich mit dem Tod von Anna Margaretha Snarmann, verheiratete von Donop, im November 1682.
Blasonierung: In Schwarz ein silbernes Gebäude mit drei Spitzen (Kirche mit drei Türmen?) und mit Fenstern versehenen Dächern. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken ein geschlossener silberner Flug.