Solpke Hansestadt Gardelegen | |
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| Koordinaten: | 52° 30′ N, 11° 17′ O |
| Höhe: | 59 m ü. NHN |
| Fläche: | 15,87 km² |
| Einwohner: | 506 (31. Dez. 2022) |
| Bevölkerungsdichte: | 32 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 |
| Postleitzahl: | 39638 |
| Vorwahl: | 039087 |
Lage von Solpke in Gardelegen
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Bahnhof Solpke | |
Solpke ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Solpke, ein Straßendorf mit Kirche, liegt 8 Kilometer südwestlich von Gardelegen und etwa 16 Kilometer nördlich von Calvörde am Südrand der Altmark zwischen der Colbitz-Letzlinger Heide und dem Naturpark Drömling. Im Süden fließt der Solpker Wiesengraben.
Zu Solpke gehört die kleinere Ansiedlung Solpke Süd, landläufig Sylpke genannt.
Nachbarorte sind Sichau, Tarnefitz und Jeggau im Nordwesten, Weteritz im Osten, Sylpke und Jerchel im Südosten, sowie Sachau und Wernitz im Südwesten.
Das Dorf wurde im Jahre 1473 erstmals als Solbeke erwähnt, als Kurfürst Albrecht von Brandenburg Busse, Ludolph und Gebhard von Alvensleben mit Kalbe, Bismark und anderen Besitzungen belehnt. Im Jahre 1541 wird Marcus Seeger als erster Pfarrer genannt, das Patronat über die Kirche übten die von Alvensleben aus. Der Gardelegener Chronist Christophorus Schultze erwähnt Johannes Röpke, einen 1563 in Gardelegen Hingerichteten, der eine Zeitlang Pfarrer in Solbke gewesen war. Solpke war bis etwa 1649 Pfarrdorf, dann erst wieder ab 1910.
Im Jahr 1841 gehörten zum Dorf zwei Kolonien, die 1836 angelegte Kolonie Kämeritz, die später zu Sylpke kam und 1936 zu Sachau, sowie die etwa 3 Kilometer südlich von Solpke gelegene Kolonie Sühlen, die heute nicht mehr existiert.
1871 wurde die Bahnstation Solpke an der Hauptstrecke Berlin-Hannover in Betrieb genommen.
Erst im Jahre 1959 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Freier Bauer“. Sie wurde 1992 in die „Agrargenossenschaft Solpke eG“ umgewandelt, die 2013 aufgelöst wurde.
Im Jahre 1964 wurde die Zwischengenossenschaftliche Einrichtung (ZGE) Meliorationsgenossenschaft Drömling Ost, Sitz Solpke, geschaffen, die 1991 in Liquidation ging.
Der „Rassegeflügelzuchtverein 1969 Solpke“ wurde 1991 aufgelöst.
Franz Mertens deutet den Ortsnamen 1541 Solbke als deutsch, zusammengesetzt aus den Silben „-becke“ und „sol“ für „Suhle“, „Dorf an der Wildsuhle“.
Bis 1807 gehörte der Ort zum Salzwedelischen Kreis, von 1807 bis 1813 zum Stadtkanton Gardelegen, ab 1816 zum Kreis Gardelegen dem späteren Landkreis Gardelegen.
Am 1. Juli 1936 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde Sylpke (ohne die Kolonie Kämeritz) in die Gemeinde Solpke.
Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Solpke zum Kreis Gardelegen, am 1. Juli 1994 zum heutigen Altmarkkreis Salzwedel.
Die Gemeinde Solpke wurde am 1. Januar 2011 per Landesgesetz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet. Dabei entstand die Ortschaft Solpke.
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Quelle bis 2006, wenn nicht angegeben:
Die evangelischen Kirchengemeinde Solpke gehörte früher zur Pfarrei Berge. Am 15. April 1910 wurde in Solpke eine eigene Pfarrei geschaffen (eine Pfarrstelle errichtet). Die Kirchengemeinde wird heute betreut vom Pfarrbereich Letzlingen im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Solpke stammen aus dem Jahre 1820.
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.
Die Deponie im Norden des Dorfes ist stillgelegt. Im Handelsregister wird im Jahre 2018 nur noch ein Unternehmen genannt.
Solpke liegt nördlich der Bahnstrecke Berlin–Lehrte. Der Bahnhof Solpke wird stündlich von Regionalbahnen in Richtung Stendal und Wolfsburg bedient.