| Yubu | ||
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| Koordinaten | 5° 24′ N, 27° 15′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Südsudan | |
| ISO 3166-2 | SS | |
| Höhe | 730 m | |
Source Yubu (auch: Ri-Yubu, Li-Yubo, Yubo) ist ein Dorf nahe der Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und dem Südsudan in Western Equatoria, Südsudan.
Der Ort liegt im äußersten Westen des Südsudan, nur wenige hundert Meter von der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik entfernt. Im Ort mündet die Straße, die in der Zentralafrikanische Republik als RN 2 nach Osten führt in die A 44 des Südsudan, welche von Süden nach Nordosten führt.
Aufgrund des Ausbruchs der Schlafkrankheit in Zandeland im Jahr 1918 wurde Source Yubu im Jahr 1920 als Behandlungsstätte für Schlafkrankheitspatienten gegründet.
1965 griffen Anyanya-Rebellen unter dem Kommando von Ferdinand Goi Ukelo vom Stamm der Balanda Source Yubu an. Goi gelang es, einem Polizisten eine Waffe zu entreißen, einen Putsch zu initiieren und im Alleingang 18 Männer mit einem Maschinengewehr zu töten. Da seine rechte Hand gelähmt war, musste er lernen, seine linke Hand zu benutzen. Er soll seine Familie und Freunde nicht um Essen, Wasser oder Vorräte gebeten haben, sondern um Batterien, damit er während der Kämpfe klassische Musik hören konnte.
Die Sudan People’s Liberation Army (SPLA) nahm Source Yubu am 2. Dezember 1991 ein.
Die Lord’s Resistance Army (LRA) griff am 1. März 2007 die Streitkräfte der Gemeinsamen Integrierten Einheiten (Joint Integrated Units forces) in Source Yubu an. Aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit gelang es der LRA, Geschäfte und ziviles Eigentum in der Stadt zu plündern. Knapp ein Jahr später, am 19. Februar 2008, griff die LRA Source Yubu erneut an. Dabei töteten sie vier Zivilisten und sieben Soldaten der SPLA. Darüber hinaus entführten die Milizen 27 Menschen, brannten 70 Häuser und ein Handelszentrum nieder und plünderten das Eigentum der Dorfbewohner. Erneut griff die LRA am 4. Februar 2011 an. Sie töteten vier Personen und entführten sieben Bewohner.
Anfang November 2015 kam es in Source Yubu zu Zusammenstößen zwischen den Streitkräften des Südsudan (SSPDF) und einer bewaffneten Jugendgruppe, woraufhin die meisten Einwohner nach Bambouti und später nach Obo flohen. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurden Häuser niedergebrannt und geplündert.
Ende März 2021 griffen SSPDF-Kräfte, die General James Nando und der Azande-Miliz treu ergeben waren, Zivilisten der Balanda und ehemalige Mitglieder der Sudan People’s Liberation Movement-in-Opposition (SPLM/A-IO) in Yubu an, woraufhin 41 Haushalte der Balanda aus dem Dorf flohen.
Am 23. März 2023 kam es in Yubu zu einem Zusammenstoß zwischen der SSPDF und einer bewaffneten Gruppe aus der Zentralafrikanischen Republik. Dabei wurden drei Soldaten verwundet und nach Tumbura verlegt.
Es gibt eine Grundschule im Ort.
Ein Migration office (Grenzposten) wurde 2012 eröffnet.
Es gibt ein Gesundheitszentrum. Die Regierung von Belgien unterstützte das Source Yubu health center bis 1989.