Speck (Manuskript)

Als Speck bezeichnet der Schriftsetzer die nur teilweise mit Schrift gefüllten Seiten einer Druckform. Speck ist ein Ausdruck, der aus der Zeit der Akkordsetzer stammt, aber auch heutzutage noch gebräuchlich ist.

Auch wiederholt zu gebrauchende und darum zurückgestellte Titel- oder Rubrikzeilen werden als Speck bezeichnet. Der dadurch mögliche Wiedergebrauch des entsprechenden Schriftsatzes ist für den Setzer insofern von Vorteil, als dass sie ihm wenig Arbeit verursacht.

Ein Speck-Manuskript enthält demnach:

Die Vorteile liegen beim sehr schnellen Zusammenstellen eines „neuen“ Manuskriptes.

Ein Setzer, der sich um viel Arbeit drückt und deshalb Blätter mit Speck bevorzugt, wird auch Speckjäger genannt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Alexander Waldow: Illustrierte Encyklopädie der graphischen Künste und der verwandten Zweige. Saur, (Leipzig 1884). Nachdruck München u. a. 1993, ISBN 3-598-07250-3. nicht eingesehen
  2. ↑ Speck. [1]. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 18: Türkisches Reich–Wechsler. Altenburg 1864, S. 512 (Digitalisat. zeno.org).
  3. ↑ Thomas Hentschel: Was lernte ein Schriftsetzer in der guten alten Zeit in den ersten Tagen seines Lehrlingsdaseins? (drucker-marken.de [PDF; abgerufen am 26. Januar 2018]).
  4. ↑ Fachbegriffe aus der alten Druckersprache. In: Wunder und Zeichen. Abgerufen am 26. Januar 2018.