
Sprone (auch Spron, Zbrone, Zprone, Isbron, Izprone o. ä.) ist der Name eines erloschenen, seit dem 12. Jahrhundert erwähnten Geschlechts des niederen Adels aus dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, das dort mannigfachen Grundbesitz hatte, und Ritter, Äbte des Klosters Nienburg sowie Lehnsträger im Erzstift Magdeburg hervorbrachte.
Das Geschlecht wird mit zwei Mönchen des Klosters Nienburg erstmals um 1182 erwähnt und erscheint fortan in zahlreichen Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts in Anhalt. Es ist benannt nach seinem vermutlichen Stammsitz im gleichnamigen untergegangenen Ort im morastigen Waldland des heutigen Naturschutzgebiets Sprohne, der 1315 bereits einem Bernhard von Nienburg gehört hat. Ein Dietrich von Sprone erscheint 1286. Franko I., um 1345 Pfarrer in Waldau, war 1351 Stiftsherr von Gernrode. Konrad IV. war Abt des Klosters Nienburg um 1361, ein Ritter Bernhard erscheint um 1389. Cuntze von Sprone verkauft 1384 zusammen mit seinen Vettern Franko und Gebhard das Vorwerk beim Dorf Sprone an das Kloster Nienburg. Im 15. Jahrhundert ist das Geschlecht erloschen.
Bei Nienburg der Ort Sprone, Besitzungen in Biendorf, Borgesdorf, Eseritz, Roschwitz und die Wüstung Balberg; Börneke, Niendorf und Mennewitz bei Aken; Bicklingen (1348 an Kloster Gernrode), Höfe in Staßfurt, Löderburg, Könnern, Langenweddingen u. a.
Im Schild drei horizontal übereinanderliegende Auerochsenhörner (Franko I., 1345, sowie Gebhard II., 1346) mit diversen Abwandlungen (Thilo II., 1365 Schachbrettmuster, oder Franko III. und Gebhard III., 1384 Dreieck). Der Helm wies stets zwei Hörner (mit Querbalken belegt) als Helmschmuck auf.
Die nachfolgende Gliederung dient nur der ungefähren zeitlichen Einordnung, die genaue Filiation ist weitgehend unbekannt