| Fernsehserie | |
| Titel | SpyOn |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Genre | Sitcom, Comedy |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 24–25 Minuten |
| Episoden | 8 in 1 Staffel |
| Produktionsunternehmen | Smac Media |
| Regie | Christof Pilsl, Nadine Keil |
| Drehbuch | Hannah Schopf, Christof Pilsl |
| Produktion | Felix Parson, Christoph Ito Herrmann |
| Musik | Giovanni Berg |
| Kamera | Thorsten Harms |
| Erstausstrahlung | 4. Sep. 2026 auf ZDF-Mediathek |
| → Besetzung | |
SpyOn (Eigenschreibweise SPYON) ist eine deutsche Comedyserie aus dem Jahr 2026. Die achtteilige Sitcom handelt von fünf jungen Anwärtern, die beim Bundesnachrichtendienst (BND) zu Agenten ausgebildet werden. Produziert wurde die Serie von Smac Media in Koproduktion mit dem ZDF für ZDFneo. Die Drehbücher stammen von Hannah Schopf und Christof Pilsl, Regie führten Pilsl und Nadine Keil.
Die fünf Agentenanwärter werden von Sogol Faghani, Klaus Steinbacher, Lea Zoë Voss, Lukas Zumbrock und Nhung Hong gespielt. In weiteren Hauptrollen sind Götz Otto, Sophie von Kessel und Alexander Beyer zu sehen.
Alle acht Folgen wurden am 4. September 2026 im Streaming-Angebot des ZDF veröffentlicht. Die lineare Erstausstrahlung bei ZDFneo beginnt am 29. September 2026.
Fünf junge Menschen beginnen eine Ausbildung beim BND. Sie verfügen jeweils über besondere Fähigkeiten, bringen jedoch zugleich Eigenschaften und Schwächen mit, die sie zunächst wenig geeignet für die Arbeit als Agent erscheinen lassen.
Sami Hamad ist Lehrerin und glaubt, dass ihr Vater ein Spion war. Andreas „Andi“ Rödig ist Provinzpolizist und träumt von einer Karriere als Geheimagent. Victoria „Vicky“ von Meckwitz ist eine ehrgeizige Diplomatentochter, leidet jedoch unter ausgeprägter Prüfungsangst. Der Mathematiker Asel Asanow besitzt ein fotografisches Gedächtnis, während die Mikrosystemingenieurin Yuki Rübsamen von ihrer Umgebung häufig übersehen wird.
Ausbilder Voss ist davon überzeugt, dass sich die unterschiedlichen Fähigkeiten der fünf ergänzen und sie gemeinsam ein funktionierendes Team bilden können. Ausbildungsleiterin Renate Haberland und Ausbilder Thorsten Kocabay stehen der Gruppe dagegen zunächst skeptisch gegenüber.
Im Verlauf ihrer Ausbildung werden die Nachwuchsagenten mit unterschiedlichen Bereichen der Geheimdienstarbeit konfrontiert. Dazu gehören unter anderem Observationen, Undercover-Einsätze, Manipulationstechniken, Verhöre und der Umgang mit geheimen Informationen. Neben den Ausbildungsaufgaben entwickeln sich Konflikte, Freundschaften und Beziehungen innerhalb der Gruppe.
| Darsteller | Rolle |
|---|---|
| Sogol Faghani | Sami Hamad |
| Klaus Steinbacher | Andreas „Andi“ Rödig |
| Lea Zoë Voss | Victoria „Vicky“ von Meckwitz |
| Lukas Zumbrock | Asel Asanow |
| Nhung Hong | Yuki Rübsamen |
| Götz Otto | Voss |
| Sophie von Kessel | Renate Haberland |
| Alexander Beyer | Thorsten Kocabay |
In Neben- und Gastrollen sind unter anderem Matthias Matschke als Hausmeister Harald, Natascha Ochsenknecht als Vickys Mutter, Daniel Rodic als Professor Sihir, Tina Goldschmidt als Antonia Schulz, Eva Karl Faltermeier als Kantinenmitarbeiterin, İlknur Boyraz als Ceylan Hamad, Moritz Bäckerling als Erik von Aspelkamp und Peter Mairhofer als Viktor von Meckwitz zu sehen.
SpyOn wurde von der Münchner Produktionsfirma Smac Media in Koproduktion mit dem ZDF für ZDFneo produziert. Produzenten waren Felix Parson und Christoph Ito Herrmann. Die Redaktion beim ZDF lag bei Silvia Hubrich.
Die Drehbücher der acht Folgen verfassten Hannah Schopf und Christof Pilsl. Pilsl führte bei den ersten vier Episoden Regie, Nadine Keil bei den Folgen fünf bis acht. Die Kamera übernahm Thorsten Harms, die Musik komponierte Giovanni Berg. Für den Schnitt waren Ernst Lattik und Maximilian Merth verantwortlich.
Die Dreharbeiten fanden vom 22. Oktober bis zum 9. Dezember 2025 in München statt. Bereits zum Drehstart wurde die Produktion als Spionage-Sitcom angekündigt.
Als Fachberater war der Historiker und frühere BND-Mitarbeiter Bodo Hechelhammer an der Produktion beteiligt. Hechelhammer, der von 2010 bis 2021 Chefhistoriker des BND war, beriet die Produktion insbesondere bei der Darstellung der operativen Ausbildung und der Arbeitsabläufe des Nachrichtendienstes.
Die Serie verbindet Elemente des Agentengenres mit einer Arbeitsplatz- und Ensemblekomödie. Dabei werden Motive klassischer Spionagefilme der deutschen Behördenwirklichkeit gegenübergestellt. Im Zentrum stehen weniger realistische Geheimdienstoperationen als die fünf Nachwuchsagenten und ihre Entwicklung zu einem Team.
Im Januar 2026 zeigte der Sender über seine Beteiligungsplattform ZDFmitreden rund 11.000 Teilnehmern die ersten Minuten der Serie und ließ Charaktere und Stil bewerten. Die Befragung war nach Angaben des ZDF nicht repräsentativ. Besonders positiv fielen die Bewertungen in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen aus.
Alle acht Episoden wurden am 4. September 2026 um 10 Uhr im Streaming-Angebot des ZDF veröffentlicht.
Die lineare Erstausstrahlung bei ZDFneo beginnt am 29. September 2026. Jeweils zwei Folgen werden dienstags ab 21:45 Uhr gezeigt. Die Ausstrahlung endet mit den Folgen sieben und acht am 20. Oktober 2026.
| Nr. | Titel | Streaming | TV-Erstausstrahlung | Regie |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Der perfekte Spion | 4. September 2026 | 29. September 2026 | Christof Pilsl |
| 2 | Die goldenen Regeln | 4. September 2026 | 29. September 2026 | Christof Pilsl |
| 3 | Der erste Außeneinsatz | 4. September 2026 | 6. Oktober 2026 | Christof Pilsl |
| 4 | Die Kunst der Manipulation | 4. September 2026 | 6. Oktober 2026 | Christof Pilsl |
| 5 | Der tote Briefkasten | 4. September 2026 | 13. Oktober 2026 | Nadine Keil |
| 6 | Die Lizenz zum Grillen | 4. September 2026 | 13. Oktober 2026 | Nadine Keil |
| 7 | Die Undercover-Mission | 4. September 2026 | 20. Oktober 2026 | Nadine Keil |
| 8 | Die tödliche Simulation | 4. September 2026 | 20. Oktober 2026 | Nadine Keil |
Die einzelnen Folgen haben eine Laufzeit von etwa 24 bis 25 Minuten.
Tilmann P. Gangloff bewertete SpyOn auf dem Fernsehportal tittelbach.tv positiv. Er bezeichnete die Serie als „witzig, originell, kurzweilig und überaus abwechslungsreich“ und hob insbesondere die Ensembleleistung, die Figuren und Dialoge, das Erzähltempo sowie die Musik hervor. Die Handlungskerne der einzelnen Episoden bedienten sich seiner Einschätzung nach unterschiedlicher Genres und funktionierten teilweise auch als Thriller oder romantische Komödie.
Senta Krasser beurteilte die Serie in epd medien zurückhaltender. Sie sah die besondere Idee der Serie in der Kollision von Geheimdienstmythen und deutscher Behördenwirklichkeit. Positiv bewertete sie unter anderem die filmischen Anspielungen und die im Detail liebevolle Figurenzeichnung. Die starke Überzeichnung führe allerdings teilweise dazu, dass Figuren ins Chargenhafte kippten. Als überzeugendsten komischen Ansatz betrachtete Krasser weniger die Überzeichnung der Figuren als den Gegensatz zwischen der Welt klassischer Spionagefilme und dem Alltag einer deutschen Behörde.
Der Filmdienst hob ebenfalls den Gegensatz zwischen den Erwartungen an eine glamouröse Geheimdienstwelt und dem bundesdeutschen Behördenalltag hervor. Statt auf Action setze die Serie vor allem auf das Zusammenspiel ihres Figurenensembles, was nach Einschätzung der Redaktion „durchaus gut“ funktioniere.
Der Seriencheck des zum NDR gehörenden Jugendprogramms N-Joy beschrieb SpyOn als charmant und lustig, empfand die Inszenierung jedoch teilweise als zu albern und die Handlung als zu flach. Positiv hervorgehoben wurden insbesondere die Figuren. Als Vergleich nannte die Redaktion die Agentenkomödien Johnny English und Austin Powers.