| Stare Polaszki | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Kościerski | |
| Gmina: | Stara Kiszewa | |
| Geographische Lage: | 54° 2′ N, 18° 12′ O | |
| Einwohner: | ||
Stare Polaszki (deutsch Alt Paleschken) ist ein Dorf der Landgemeinde Stara Kiszewa im Powiat Kościerski der Woiwodschaft Pommern in Polen.
Das Kirchdorf liegt in der historischen Landschaft Pommerellen, am Alt Paleschker See und an dem aus diesem abfließenden Bach Kleine Ferse, etwa 17 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Kościerzyna und drei Kilometer östlich des Kirchdorfs Nowe Polaszki.


In Alt Paleschken wurden im 19. Jahrhundert Steinkistengräber aus der Bronzezeit freigelegt, die unter anderem eine Gesichtsurne, einen Bronze-Halsring und Reste von Bronzeschmuck enthielten.
Am 5. März 1289 verlieh Herzog Mestwin II. von Pommern dem Kloster Byszewo (Bissow) das Dorf Paleschken frei von allen Lasten und in bestimmten Grenzen. 1359 kam diese Besitzung, die damals ein größeres Gebiet umfasste, zusammen mit anderen Dörfern für 600 Mark durch Kauf an den Deutschen Orden.
Um 1780 gehörte das Gratial-Dorf und Vorwerk Alt Paleschken mit einer katholischen Kirche zum adligen Gut Bankau, südsüdwestlich von Neuenburg (Weichsel) gelegen, und hatte 28 Feuerstellen (Haushaltungen). 1818 hatte das Hauptgut Alt Paleschken 24 Feuerstellen, und es gehörten dazu zehn Hufen Fichten- und Eichenwald, vier Seen von fünf Morgen und ein Krug; die früher in Betrieb gewesene Wassermühle war abgebrannt.
Am 26. Februar 1829 wurden die Güter Alt Paleschken und Neu Paleschken öffentlich dem Meistbietenden auf drei Jahre zur Pacht angeboten.
Im Jahr 1897 wurde die Entwässerungs-Genossenschaft Alt Paleschken gegründet, um den Ertrag von Grundstücken in den Guts- und Gemeindebezirken Alt Paleschken, Hoch Paleschken, Neu Paleschken und Czernikau durch Entwässerung zu verbessern.
Im Jahr 1910 gab es in Alt Paleschken eine Branntweinbrennerei und eine Ziegelei. Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 950,6 Hektar großen Gemarkungsfläche der Landgemeinde Alt Paleschken 79 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 108 Pferde, 364 Stück Rindvieh, 42 Schafe und 606 Stück Borstenvieh hielten.
Das Dorf Alt Paleschken gehörte bis nach Ende des Ersten Weltkriegs zum Kreis Berent im westpreußischen Regierungsbezirk Danzig des Deutschen Reichs.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags wurde die Region mit Alt Paleschken 1920 an Polen und gehörte zum gebiet des Polnischen Korridors. Nach dem Überfall auf Polen 1939 trat die polnische Landgemeinde Stare Polaszki vom Deutschen Reich annektiert. Alt Paleschken wurde im Juni 1942 in Altpaleschken umbenannt. Es war bis 1945 eine Landgemeinde im Landkreis Berent im Regierungsbezirk Danzig im Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs.
Mit Ende des Zweiten Weltkriegs kamen Dorf und Region wieder zu Polen. Soweit die deutschsprachige Minderheit nicht vor Kriegsende geflohen waren, wurde sie in der Folgezeit vertrieben.
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1780 | – | Gratial-Bauerndorf und Vorwerk mit einer katholischen Kirche und 28 Feuerstellen (Haushaltungen), zum Domänenamt Kischau gehörig, Gratial-Besitz des polnischen Kammerherrn v. Skoczewski |
| 1818 | 187 | Hauptgut mit 24 Feuerstellen (Haushaltungen), adelige Besitzung, mit einer katholischen Filialkirche von Altkischau, davon 60 Lutheraner und 127 Katholiken |
| 1852 | 315 | Dorf |
| 1864 | 285 | am 3. Dezember, Erhebungsbezirk |
| 1867 | 338 | am 3. Dezember, Landgemeinde |
| 1871 | 390 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 139 Evangelische, 247 Katholiken und vier Juden |
| 1885 | 260 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 166 Evangelische und 94 Katholiken |
| 1895 | 250 | am 2. Dezember, Landgemeinde, davon 164 Evangelische und 86 Katholiken |
| 1905 | 516 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 370 Evangelische (sämtlich mit deutscher Muttersprache) und 146 Katholiken (zwei mit deutscher und 144 mit polnischer Muttersprache) |
| 1910 | 524 | am 1. Dezember, davon 371 mit deutscher Muttersprache (366 Evangelische, eine katholische und eine sonstige Person sowie drei Juden) und 153 mit polnischer Muttersprache (sämtlich Katholiken) |

Das katholische Kirchspiel war in Alt Paleschken.
Die Evangelischen gehörten zum Kirchspiel Neu Paleschken.