| Steinabrunn (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Steinabrunn | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Korneuburg (KO), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Korneuburg | |
| Pol. Gemeinde | Großmugl | |
| Koordinaten | 48° 30′ 45″ N, 16° 12′ 35″ O | |
| Höhe | 240 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 105 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 4,28 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04073 | |
| Katastralgemeindenummer | 11140 | |
Ortseinfahrt mit Blick auf das Schloss | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Steinabrunn (früher auch Untersteinabrunn) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großmugl im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich mit 105 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1969 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.
Das an der Landesstraße L27 gelegene Dorf befindet sich zwischen Füllersdorf und Großmugl. Im Osten fließt der Mühlbach am Ort vorbei, der ab Großmugl Mugler Bach genannt wird. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 67 Adressen.
Bei Steinabrunn wurde eine Kreisgrabenanlage aus der mittleren Jungsteinzeit ergraben.
Im Dezember 1539 wurde die hier ansässige religiöse Gemeinschaft der Wiedertäufer gewaltsam aufgelöst, alle 96 männlichen Mitglieder verhaftet und nach Triest deportiert. Zentrum ihrer Tätigkeit soll der Bruderhof in Steinabrunn gewesen sein.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 41 Häusern genannt, das nach Großmugl eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Steinabrunn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Steinabrunn ein Binder, ein Dachdecker, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Müller, ein Schmied, ein Schuster, ein Tischler und einige Landwirte ansässig. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1970 die damaligen Ortsgemeinden Füllersdorf, Geitzendorf, Großmugl, Herzogbirbaum, Nursch, Ottendorf, Ringendorf, Roseldorf und Steinabrunn.