Sterup

Wappen Deutschlandkarte
Sterup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sterup hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 54° 44′ N, 9° 44′ OKoordinaten: 54° 44′ N, 9° 44′ O
Bundesland:Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Geltinger Bucht
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 17,15 km²
Einwohner: 1445 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24996
Vorwahl: 04637
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 167
Adresse der Amtsverwaltung: Holmlück 2
24972 Steinbergkirche
Website: www.sterup.de
Bürgermeister: Johannes-F. Vogt (CDU)
Lage der Gemeinde Sterup im Kreis Schleswig-Flensburg
KarteAhnebyAlt BennebekArnisAusackerBergenhusenBöelBöklundBollingstedtBorenBorgwedelBörmBöxlundBrodersby-GoltoftBusdorfDannewerkDollerupDörpstedtEggebekEllingstedtErfdeEsgrusFahrdorfFreienwillGeltingGeltorfGlücksburg (Ostsee)GrödersbyGroß RheideGroßenwieheGroßsoltGrundhofHandewittHarrisleeHasselbergHavetoftHollingstedtHoltHörupHürupHusbyHüsbyIdstedtJagelJannebyJardelundJerrishoeJörlJübekKappelnKlappholzKlein BennebekKlein RheideKronsgaardKroppLangballigLangstedtLindewittLoitLottorfLürschauMaasholmMedelbyMeggerdorfMeynMittelangelnMohrkirchMunkbrarupNeuberendNiebyNiesgrauNorderbrarupNordhackstedtNottfeldNübelOersbergOeverseeOsterbyPommerbyRabelRabenholzRabenkirchen-FaulückRingsbergRüggeSaustrupSchaalbySchafflundScheggerottSchleswigSchnarup-ThumbySchubySelkSieverstedtSilberstedtSollerupSörupStangheckStapelSteinbergSteinbergkircheSteinfeldSterupStolkStoltebüllStruxdorfSüderbrarupSüderfahrenstedtSüderhackstedtTaarstedtTarpTetenhusenTielenTolkTreiaTwedtUelsbyUlsnisWagersrottWallsbüllWanderupWeesWeesbyWesterholzWohldeFlensburg
Karte

Sterup ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

Geografie

Lage

Sterup liegt in der Landschaft Angeln, der Ostsee-Halbinsel zwischen Flensburger Förde im Norden und Schlei im Süden.

Ortschaften

Zur Gemeinde gehören der Ortsteil Grünholz (dänisch: Grønholt) mit Grünholz-Husum (Grønholthusum) sowie die Wohnplätze Barredamm (Barredam), Birristoft (Berristoft oder Berritstoft), Boltoft, Borreweg (Borrevej), Bremholm, Brunsbüll (Brunsbøl), Dingholz (Tingskov), Duisberg (Dysbjerg oder Dyssebjerg), Höckeberg (Høgebjerg), Jordan (Jordam bzw. Hjortdam), Kallewatt (Kalvevad), Laßholz (Lasholt), Niehuus, Osterholm (Østerholm), Quegmai (Kvægmaj oder Kvægmade), Rackbüll (Ragebøl), Schadelund (Skadelund, auch Skardelund), Schnabe (Snabe, auch Snave), Solberg (Solbjerg), Sterupbek (Sterupbæk) und Sterupgaard.

Geschichte

Die im Kern spätromanische St.-Laurentius-Kirche wurde 1230 erbaut. Der Ortsname ist erstmals 1352 als Stedorp dokumentiert 1538 findet sich die Form Stederup. Hinsichtlich der Bedeutung gibt es mehrere Deutungen. Der Name könnte sich von dän. stæth (≈Amboss in übertragener Bedeutung), dän. stæthi (≈am Ufer, hier am Ufer der Lippingau) oder zu altdän. stæthi (≈Stute) ableiten.

Vor dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte der Ort als Hauptort des gleichnamigen Kirchspiels administrativ zur Nieharde (Ny Herred) im Amt Flensburg, Herzogtum Schleswig. Im Jahr 1983 wurde eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Sterup und der Royal Navy geschlossen. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde die Gemeinde während der Kieler Woche von Vertretern der britischen Marine besucht. Diese gegenseitigen Besuche erfolgten bis Anfang 2000.

Eingemeindungen

Am 24. März 1974 wurde die damalige Gemeinde Grünholz eingegliedert.

Politik

Gemeindevertretung

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit dem 14. Mai 2023 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft Sterup sechs Sitze.

Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde ist Johannes-F. Vogt von der CDU Sterup.

Wappen

Blasonierung: „In Grün ein schräglinker silberner Wellenbalken. Im goldenen Schildfuß der schwarze Steruper Allmanns-Schleef.“

Wirtschaft und Verkehr

In Sterup befinden sich mehrere Handwerks-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe.

Sterup liegt an der Schleswig-holsteinischen Landesstraße 21 von Flensburg nach Kappeln etwa 21 Kilometer südöstlich von Flensburg. Die 1924 von Otto Henningsen sen. eröffnete Werkstatt mit Tankstelle liegt im Ortszentrum in der Flensburger Straße und gilt als die älteste Tankstelle Deutschlands.

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmale in Sterup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Literatur

Commons: Sterup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2025 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
  2. ↑ Ursprünglich Weg zu Stadt Flensburg, in der sich die Burg (jüt. Borre), vermutlich die Duburg, befand, vgl. Berthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 1, Husum 1994, S. 113
  3. ↑ Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Bd. 2, København 1867, S. 115
  4. ↑ Ursprünglich Hjortdam, aus dem Dänischen für Hirschteich, später als Spottname für einen Krug nach dem biblischen Fluss Jordan, vgl. Berthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 1, Husum 1994, S. 363
  5. ↑ Anders Bjerrum, Kristian Hald, Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, Bd. 7, Akademisk forlag 1948, S. 351
  6. ↑ M. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, Kjøbenhavn 1864, S. 278
  7. ↑ Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, Kopenhagen 1867, S. 343
  8. ↑ Anders Bjerrum, Kristian Hald, Peter Jørgensen: Sydslesvigs stednavne, Bd. 7, Ausg. 2, 1979, S. 366
  9. ↑ Generalstabens Kort over Slesvigs Fastland og Als, Kjøbenhavn 1858
  10. ↑ Berthold Hamer: Topographie der Landschaft Angeln, Bd. 2, Husum 1995, S. 304
  11. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 182.
  12. ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  13. ↑ Matthias Jürgensen: Die älteste Tankstelle Deutschlands steht in Sterup - Ein Gespräch mit Otto Henningsen, in JAHRBUCH des Heimatvereins der Landschaft ANGELN, 83. Jahrgang 2019/20, Sörup 2019, S. 176 ff.
  14. ↑ taz-Archiv: Hausbesuch in Sterup 14. November 2015 abgerufen am 23. Dezember 2019