
Stig Arvidsson Blomberg (* 16. Oktober 1901 in Linköping; † 19. Dezember 1970 auf Lidingö) war ein schwedischer Bildhauer. Er schuf zahlreiche realistische Skulpturen in schwedischen Städten. Auch als Buchillustrator und als Karikaturist machte sich Blomberg einen Namen, hier trat er aber mit dem Pseudonym T. Arvidsson auf.
Stig Blomberg, Sohn von Oberstleutnant Arvid Blomberg und Gerd Westrell, studierte an der Königlichen Kunsthochschule in Stockholm unter Carl Milles und Theodor Lundberg. Im Jahr 1923 erhielt er eine königliche Medaille und ein Stipendium für Bildungs-Reisen nach Italien, Spanien, Afrika, in die USA und Frankreich im Zeitraum von 1927 bis 1930. Seinen Aufenthalt in Paris verband er mit einem Studium am Maison Watteau. Nach seiner Rückkehr nach Schweden war Blomberg aktiv als Bildhauer tätig und bekam dort über viele Jahre hinweg große öffentliche Aufträge aus zahlreichen Städten und Gemeinden.
Blomberg wurde 1944 Mitglied der Schwedischen Akademie der Künste und trat auch der Schwedischen Kunstler-Assoziation bei.
Im Jahr 1951 erhielt er eine Professur an der Kunsthochschule in Stockholm, die er bis 1961 ausübte. Wie die folgende Übersicht zeigt, entwarf und realisierte er weiterhin stetig Skulpturen für Kommunen und Firmen.
Blomberg hatte bereits mit der königlichen Medaille Anfang der 1920er Jahre eine erste Anerkennung seines künstlerischen Talents erfahren. Später beteiligte er sich an den Kunstwettbewerben der Olympischen Spiele 1932, der Olympischen Spiele 1936 in Berlin und der Olympischen Sommerspiele 1948. 1932 ging er leer aus, 1936 erhielt sein Werk Ringende Jungen (Brottande pojkar) eine Bronzemedaille in der Kategorie Skulptur. Das Bildwerk befindet sich seither in der Stockholmer Nationalgalerie. Und im Jahr 1948 war Blomberg Mitglied der Jury des olympischen Kunstwettbewerbs.
Im Jahr 1956 wurde Blomberg mit der königlichen Auszeichnung Prinz-Eugen-Medaille (Prins Eugen-medaljen) „für besondere künstlerische Leistungen im Bereich der Bildhauerei“ geehrt. Außer ihm erhielten im Jahr 1956 der Architekt Sven Ivar Lind und der Grafiker Emil Johanson-Thor diese Medaille.

Stig Bromberg war von 1932 bis 1942 mit der Journalistin Ven Nyberg und ab 1945 mit Inga Borén verheiratet. Aus erster Ehe ging die Tochter Jane Fredlund hervor. – Stig Blomberg ist auf dem Norra-Friedhof außerhalb von Stockholm beigesetzt.
Neben seiner Lehrtätigkeit und danach schuf Blomberg gern Skulpturen von Kindern und Jugendlichen, die Humor und Lebensfreude ausdrücken. – Unter dem Pseudonym T. Arvidsson war er zudem als Buchillustrator tätig. Das einzige von ihm illustrierte Werk, das unter seinem Klarnamen erschien, war „För hjärtats sak: tolv teckningar i borgerlig ram“ (dt.: Aus Liebe zum Herzen: zwölf Zeichnungen in bürgerlichen Rahmen; 1937), verfasst von Carl Björkman. Zu diesem gesellschaftskritischen Werk steuerte er insgesamt zwölf Zeichnungen bei. Für Ystad-Metall entwarf Stig Blomberg die Statuette Våren (Frühling), auch Fritidsflickan (Freizeitmädchen) genannt, für die 1936 stattfindende Ausstellung Fritiden (Freizeit). – Im Jahr darauf schmückte er das neue Rathaus von Halmstad.
Er schuf auch kleine Geschichten für Sammler aus einzelnen zueinander passenden Stücken, wie Die vier Stände und Die alte und die neue Welt aus dem Jahr 1953. Desgleichen sind Flachreliefs erwähnenswert, die Blomberg in einheitlichen Größen (33 bis 34 cm hoch) für die ASEA-Werke zwischen 1920 und 1930 herstellte. Sie zeigen jeweils eine Frau oder einen Mann, ganz wenig bekleidet, die Produkte in den Händen halten, die dem historischen Werksprofil entsprechen (Kugel, Rohre, eine Glocke). Werke von Blomberg finden sich im Nationalmuseum in Stockholm, im Göteborger Kunstmuseum sowie in den Kunstmuseen von Malmö, Norrköping und Linköping. In der Stadt Laholm stehen mehr als 10 Kunstwerke von Blomberg im öffentlichen Raum.
| Jahr | Werktitel | Standort | Material | Kurzinformationen und ggf. Foto |
|---|---|---|---|---|
| 1923 (nach) | Reliefs | Skandia-Theater in Stockholm in der Eingangshalle (Vestibül) | Stuck | Es sind feine, stilisierte Figurendarstellungen im antik-griechischen und römischen Stil von Sportarten der Antike; in vertieften rechteckigen Flächen direkt über den ehemaligen vier Durchgangstüren im tempelartigen Vorraum. Sie passen gut in die von Star-Architekt Gunnar Asplund entworfene Kulisse, die an ein antikes Atrium mit Säulen erinnert. |
| 1927 | Die badenden Kinder De badande barnen | Kino Biografen Grand an der Sveavägen 45, Stockholm, Saal 1 | Bronze | |
| 1933 | Denkmal für die Andrée-Expedition | Stockholmer Rathaus | patinierte Bronze | Heute Slottskogsvallen in Göteborg. Das Denkmal zeigt einen auf einer undefinierbaren Unterlage liegenden Mann mit einer Kartenmappe unter dem Arm. Die Patinierung wirkt wie rostiges Eisen. |
| 1935 | Fries Departementsfrisen | Kanslihuset in Stockholm | Kalkstein | |
| 1936 | Ringende Jungen Brottande pojkar | (Berlin), jetzt Stockholmer Nationalmuseum | Bronze | siehe Auszeichnung |
| 1936 | Engelbrekt Engelbrektsson | Schloss Örebro, im Innenhof | Bronze | |
| 1936 | Das Mädchen in der Freizeit Fritidsflickan | Ystad | Bronze | Eine stehende nackte junge Frau breitet freudig die Arme aus. Im Auftrag der Bronzegießerei Ystad Brons im Ort Die Figur war explizit als eine Art moderner Sportpreis/Sporttrophäe vorgesehen, die anstelle traditioneller Pokale überreicht werden konnte. |
| 1937 | Geschwister Systrarna | Roskildevägen 17, Malmö, Skulpturenpark Västertorp, Stockholm sowie Konzertsaal Örebro | Bronze | |
| 1938 | Relief und Figurengruppen-Entwürfe für ein Glockenspiel an der Fassade Laxfiskarna i klockspelet på Halmstads rådhus | Rathaus von Halmstad | Fassade (Relief, Granit) | |
| 1939 | Orpheus-Relief | an der Fassade des Konzerthauses in Karlskrona | Stein | Das Hochrelief zeigt die mythologische Figur des Orpheus, der auf seiner Leier spielt. Die Musik zieht die ihn umgebenden, fast schwerelos wirkenden menschlichen Gestalten magisch an und versetzt sie in Bewegung. – Das Werk ist im eleganten Art-Déco-Stil ausgeführt, der typisch für Blombergs Arbeiten aus dieser Epoche ist. Durch die Platzierung hoch oben an der Außenwand des Konzertsaals interagiert das Relief direkt mit dem öffentlichen Raum und symbolisiert die verbindende und bewegende Kraft der Musik, noch bevor Besucher das Gebäude betreten. |
| 1940/1942 | Das Ritterturnier Riddarspelet | am Rathaus in Laholm | Eisenringe (Vorhang) und Bronze | An der südlichen Giebelwand des alten Rathauses, direkt zum zentralen Marktplatz hin, befindet sich das mechanische Kunstwerk. Hinter einem Theatervorhang verbirgt sich eine Mechanik: in den Sommermonaten öffnet sich der Vorhang viermal am Tag (gesteuert nach den Schlägen der Rathausuhr um 9:00, 12:00, 15:00 und 18:00 Uhr). Dann kommen zwei mechanische Ritter zum Vorschein, die nun ein historisches, friedliches Turnierspiel aus dem Jahr 1278 nachstellen. Die Figuren zeigen den schwedischen König Magnus Ladulås und sein dänisches Gegenüber, König Erik Klipping. – Nach einer umfassenden Sanierung des Rathauses in den Jahren 2024/2025 restaurierten auch Denkmalschutz-Konservatoren und Experten für historische Uhrenmechanik das Kunstwerk. Im August 2026 konnte es wieder in Betrieb genommen werden. |
| 1942–1943 | Flores und Blanzeflor Flores och Blanzeflor | Eriksdal-Schule, Södermalm, Stockholm | Bronze | |
| 1945 | Die Jahreszeiten Årstiderna | Laholm | Bronze | Ebenfalls eine Brunnenfigur; der Brunnen diente bei seiner Aufstellung im Rathausinnenhof (Rådhusgården) als Trinkbrunnen, ist aber aus Spargründen dauerhaft abgeschaltet. Die vier Jahreszeiten (Der Frühling (Vår), Der Sommer (Sommar), Der Herbst (Höst) und Der Winter (Vinter)) werden durch reliefartig und figürlich ausgearbeitete Kinder- bzw. Jugendgestalten symbolisiert, die um die zentrale Säule des Brunnens angeordnet sind. |
| 1946 | Das Gartenmädchen oder Das Mädchen im Garten Trädgårdsflickan | Laholm, Rådhusträdgården | Marmorrelief | Blomberg hat die Reliefplatte im Auftrag einer Privatperson angefertigt, sie war ein persönliches Geschenk an den damaligen Bürgermeister von Laholm, Axel Malmqvist, zu dessen 50. Geburtstag. Dieser stiftete das Werk aber dann der Gemeinde, damit es dauerhaft für die Öffentlichkeit zugängig bleibt. Nun hängt es an der Rathauswand, durch ein darüber angebrachtes schmales Schutzdach witterungsgeschützt. Es stellt ein junges Mädchen als Halbfigur mit offenen Haaren dar, das in der linken Hand eine kleine Blumenharke hält und versunken nach unten schaut. Im Hintergrund sind Blumenornamente in der Art eines Runensteins angedeutet. |
| 1947 | Staffan, der Stallknecht Staffan stalledräng | Laholm | Bronze | Die Skulptur des jungen Mannes ist Teil eines Schmuckbrunnens und zeigt die entsprechende Traditionsfigur des Staffan Stalledräng, von dem es in einem Lucia-Lied heißt: „Staffan tränkt seine fünf Fohlen“ (Staffan vattnar sina fålar fem), was dem Künstler als Anregung diente. Auf dem granitenen Brunnenrand steht ein nackter kleiner Junge mit einem Fohlen, das er am Halfter hält. |
| 1947 | Relief | Norrköping, an der Straßenecke der Östra Promenaden/Lindövägen | getriebenes Kupfer | Im Mittelpunkt des Reliefs befindet sich das Motiv eines Wolfes, weil die schwedische Textil- und Regenkleidungsfabrik „Vargen“ (dt.: Der Wolf) Auftraggeber war. Ein Wolf sitzt in einem kleinen Fischboot, das über symbolische Wellen gleitet. Dicht am linken Ufer stehen zwei Kinder mit einem Segelschiffmodell in der Hand. |
| 1947 | Däumlingsmädchen oder Däumelinchen Tummelisa | Norrtälje | Bronze | Eine Mädchenskulptur, aus weißem Marmor geschlagen, hockt auf einer pflanzlichen Unterlage, die an der Wasseroberfläche „schwimmt“. Das Ganze befindet sich in einem rechteckigen niedrigen Brunnenbecken mit einer Fontäne im Zentrum. |
| 1947 | Der Harpolekare und sein Sohn Harpolekaren och hans son | Rathauspark in Jönköping | Bronze | |
| 1948 | Ask und Embla Ask och Embla | Sölvesborg | Bronze | |
| 1948 | Der Fiedler Spelman | Laholm | Die Skulptur ist Bestandteil der öffentlich zugängigen Kunstsammlung im Stadtraum von Laholm und prägt dort – gemeinsam mit anderen Werken des Künstlers – den städtischen Raum (nahe dem historischen Stadtkern). Sie stellt einen in den Musikvortrag vertieften Streicher dar. | |
| 1950 (um) | Fischermädchen Fiskarflickan | Hagalund, Ortsteil von Solna | Bronze | |
| 1951 | Ballspielende Mädchen Bollspelande flickor | Slottsskogsvallen, Linnéstaden in Göteborg | Bronze | |
| 1951 | Die Freiheit ist unser Los Friheten vår lösen | Vor dem Redaktionsgebäude von Dagens Nyheter, Rålambsvägen 17, Stockholm | Bronze | |
| 1951 | Tanzende Jungen (genauer: Kämpfende Jungen) Tampande pojkar | Slottsskogsvallen, Linnéstaden in Göteborg | Bronze | Kunstkenner ordnen diesen Guss zu den Arbeiten im Zusammenhang mit dem olympischen Kunstwettbewerb 1936 ein, der Ringer-Jungen zeigt und nun als Replik für eine Sportanlage entstand. |
| 1951 | Relief zur Geschichte | Eskilstuna | Kalkstein | |
| 1951/1952 | Aschenputtel Askungen | Barrstigen 2 in Skövde am Drottning-Bankas-Plas | Ekeberg-Marmor | |
| 1952 | Der Pferdebrunnen Hästbrunnen | Hästtorget in Laholm | Bronze | |
| 1953 | Der Bach / Der Strom oder Die Strömung Strömmen Originalname „Elverket“ | bei den Tekniska Verken in Linköping | weißer Ekeberg-Marmor | Die Skulptur befindet sich im Außenbereich des ehemaligen Hauptkontors bzw. des Geländes der Tekniska Verken in Linköping (am Fluss Stångån/in der Nähe der Stångebro). Sie symbolisiert hier die Aufgaben des Unternehmens – Energieerzeugung, fließendes Wasser und Erezeugun von elektrischem Strom. – Strömmen, im Volksmund auch „Tepen“ genannt, stellt eine voluminöse, liegende Frauenfigur auf fließenden Wellen dar. Die Form ist aufgelöst und skizzenhaft. Die Oberfläche an der Figur ist selbst glatt und fein poliert, ansonsten jedoch grob behauen und grobporig. |
| 1955 | Junge und Mädchen Gosse och flicka | Helsingborg | Bronze | (erster Standort war Ängelholm). Gosse och flicka stellt – ähnlich wie Blombergs andere Werke Die badenden Kinder oder Die ballspielenden Mädchen – die Unschuld, Vitalität und jugendliche Energie des Nachkriegsschwedens dar. – Gründe für die Umsetzung sind nicht bekannt. |
| 1955/1956 | Mutter und Kind Mor och barn | Linköping, Vendelsfridsgatan 11–13 in Malmö, | Bronze, patinierte Bronze | |
| 1956 | Der gute Hafen Den goda hamnen | Malmtorget in Nynäshamn | Granit | Eine bequem liegende Mutter mit ihrem Sohn auf dem Schoß strahlt Ruhe und Geborgenheit aus; Auftraggeber war die Kunstkommission in Nynäshamn. Der Junge und die Frau schauen in unterschiedliche Richtungen; der Blick der Frau ist zudem eher nachdenklich, während der Junge einen mürrischen Gesichtsausdruck hat. Der Titel des Kunstwerks lässt vermuten, dass sich die beiden in Strandnähe befinden. Wollte der Junge vielleicht zum Meer hinauslaufen und in den Wellen spielen? Und hält die Frau deshalb das Bein des Jungen so fest? Das Motiv „Mutter und Kind“ war zu der Zeit, als die Skulptur entstand, weit verbreitet, und spielt deshalb hier wohl auf die Mutter als „den guten Hafen“ an. Der Künstler hat diese Figuren aus einem monolithischen Block herausgearbeitet. |
| 1957 | Peter | Laholm | Bronze | |
| 1958 | Der Tanz Dansen | Medborgarhus Garden in Laholm, auch in Malmö (1965) | patinierte Bronze | Blombergs Dansen wurde in verschiedenen Jahren mehrfach gegossen und ist an prominenten öffentlichen Plätzen in Schweden als dauerhafte Ausschmückung installiert. |
| 1959 1961 eingeweiht | Wasserspiel Vattenlek | Lidköping vor der Kunsthalle, auf dem Gamla Stadens torg | Bronze | |
| 1959 | Der Ring im Hauptbahnhof Ringen i centralstationen | im Hauptbahnhof Stockholm an einem Kreuzungspunkt zweier Etagen | Gusseisengeländer, Handläufe aus Messing | |
| 1955 1960 (Datum der Aufstellung) | Thor und die Ziegenböcke Tor och bockarna (auch Naturkraften) | Brunnengruppe auf dem Teknologgården der Königlich-Technischen Hochschule in Stockholm | Kupfer | Im Zentrum eines Brunnens befindet sich der nordische Donnergott Thor, der in seinem von den zähnefletschenden Ziegenböcken Tanngnjostr und Tanngrisnir gezogenen Streitwagen fährt. Die Gruppe ist aus statischen Gründen an der Wand des nahen Gebäudes abgestützt. – Das Kunstwerk symbolisiert die ungezähmte Naturkraft – ein passendes Motiv für eine technisch-naturwissenschaftliche Universität. |
| 1959/1960 | Das Brunnenmädchen (auch Frau mit Urne/Vase) Brunnsflickan bzw. Kvinna med urna | Simrishamn, vor dem Eingang zum Kulturhaus Valfisken | Marmor | |
| 1959–1960 | kleines handliches Relief mit dem offiziellen Titel Harlekin und Colombine (Harlekin och Colombine) oder alternativ Der Gesang und der Tanz (Sången och dansen) | Stockholm | Bronze, vergoldet | Dargestellt sind zwei musizierende Mädchen in kubistischer Manier (sogenannter skandinavischer Med-Century-Stil), gegossen in der Herman Bergman Konstgjuteri. Die Zahl der Abgüsse wurde auf 1000 Stück limitiert. Es hat keinen festen Platz bekommen, sondern wurde für Privatinteressenten hergestellt und seitdem weltweit verkauft. |
| 1960 | Jarlabanke | Täby, vor dem ehemaligen Gemeindehaus eingeweiht; gilt als ein symbolisches Wahrzeichen von Täby | Bronze | |
| 1961 | Aschenputtel Askungen | Oxhagsvägen 8, Kristianstad | Bronze | |
| 1962 | Der Kampf der Könige Kungadrabbningen | Laholm | Bronze | Zwei Ritter auf galoppierenden Pferden reiten auf einander zu, in einer Hand ein Schwert, in der anderen ein Schild. Die Figuren bzw. die Rüstungen sind in Teilen vergoldet. Die Skulpturengruppe Kungadrabbningen stellt keine konkreten Personen dar, sondern verallgemeinert den frühen Kampf der Schweden gegen die Dänen. Das Werk stand ursprünglich im Grünbereich bei der Parkskolan und wurde später an den Fluss Lagan versetzt. |
| 1962 | Der Marmorjunge Marmorpojken | Laholm | Marmor | Da die Skulptur Marmorpojken heißt, hat Blomberg sie aus einem einzigen Block weißen Marmors geschlagen. Sie zeigt eine lebensgroße Skulptur eines kleinen Jungen in hockender Haltung. |
| 1962 | Der Tänzer Dansen | Malmö im Stadtteil Rosengård | patinierte Bronze | |
| 1963 (um) | Szenen aus der Malmöer Geschichte | Stortorget in Malmö | Bronze | |
| 1965 | Steinbock Stenbock | Malmö, Bangatan | Bronze | Die Kurznamensgebung könnten Kenner der Schwedischen Geschichte mit dem Feldmarschall Graf Magnus Stenbock (1665–1717) verbinden. Das hat jedoch nichts mit Blombergs Werk zu tun. – Schwedische Kommunen kauften in den 1960er Jahren im Zuge des Miljonprogrammet (dem massiven Wohnungsbau-Programm) hunderte Skulpturen an, um ästhetische, greifbare Kunst im öffentlichen Raum in den neuen, oft sterilen Wohnsiedlungen kinderfreundlich und abwechslungsreich aufzustellen. So kam der Steinbock hierher in den Ortsteil Sofielund. |
| 1965 | Salami und Zulamith Salami och Zulamith | Falkenberg | Bronze auf Granitsockel | Das Brunnenensemble visualisiert das Gedicht „Die Milchstraße“ von Zacharias Topelius und vermittelt dem Betrachter die Botschaft unendlicher, raum- und zeitüberwindender Liebe. Die offen hingebreitete Skulptur stellt die durch den Tod getrennten Liebenden dar, die eine Brücke aus Licht zueinander bauen, welche im Glauben als Milchstraße sichtbar wird und sie so auch wieder zusammenführt. |
| 1967 | Wellen-Spiel Vågspel | Landstingshaus, S:Larsgatan in Linköping | Bronze | |
| ?? | Frau mit Krug Kvinna med krus | im Tidlösa trädgården, Flen | Marmor | Blomberg war hauptsächlich zwischen den 1930er- und 1960er-Jahren besonder aktiv, deshalb lässt sich das Werk in diese mittlere bis spätere Schaffensphase einordnen. Es ist eine Schenkung von Prinz Wilhelm von Schweden an die Gemeinde |
| 1972 | Der Nebel Dimman | Malmö | Bronze | |
| 1974 | Ada | Ystad, S:t Knuts torg | Bronze auf Steinsockel, Brunnenfigur | Blomberg hatte die Gipsmodelle und Entwürfe zu dieser Frauenfigur (Ada ist eine Zwillingsversion seiner Skulptur Morgonbad von 1957) bereits zu Lebzeiten fertiggestellt. Sie war auch schon 1967 im Rahmen einer temporären Ausstellung in Ystad zu sehen. Danach stand das Modell jedoch jahrelang in seinem Atelier und erst vier Jahre nach seinem Tod einigte sich die Stadt nach langen Preisverhandlungen mit den Erben auf den Ankauf der Bildrechte. Der finale Bronzeguss und die Einweihung auf dem Knuts-Platz erfolgten somit erst im Jahr 1974. |
Im schwedischen öffentlichen Raum sind nach Schätzung von Kunsthistorikern und unter Beachtung der Register schwedischer Kommunen mindestens 30 bis 35 eigenständige, große skulpturale Hauptwerke aus Blombergs monumentalem Erbe vorhanden. Wenn die eigenständigen Motive (ohne Mehrfachabgüsse und Sammlerstücke) herangezogen werden, ergeben sich fünf bis sechs große Brunnenanlagen, zirka 15 freistehende Monumentalskulpturen und Denkmäler sowie etwa zwölf Fassaden-Reliefs und Bauplastiken. Bezogen auf die Standorte ergibt die Statistik, dass knapp 35 Städte und Gemeinden Kunstwerke von Stig Blomberg besitzen. Nach Darstellungsstil und Materialeinsatz lassen sich schließlich grob drei Schaffensperioden zuordnen:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Blomberg, Stig |
| ALTERNATIVNAMEN | Blomberg, Stig Arvidsson (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 16. Oktober 1901 |
| GEBURTSORT | Linköping |
| STERBEDATUM | 19. Dezember 1970 |
| STERBEORT | Lidingö |