Das Sting ist das weltweit größte eintägig stattfindende Reggae- und Dancehall-Festival. Es findet jährlich zwischen dem 26. und 27. Dezember im Jamworld Entertainment Centre in Portmore im Parish Saint Catherine, Jamaika, statt. Das Sting ist das am längsten in Folge bestehende Reggae- und Dancehall-Festival der Erde. Das erste Sting-Festival fand am 26. Dezember 1983 statt. Für jamaikanische Dancehall- und Reggaekünstler ist es das wichtigste Ereignis im Jahr. Der Veranstalter ist der jamaikanische Konzertveranstalter Isaiah Laing. Das Festival wurde zwischendurch viele Jahre von der Guinness-Brauerei gesponsert und hieß dementsprechend Guinness Sting. 2004 fand in Miami, USA, das Miami Sting statt. Es bot das gleiche Konzept wie das Original. Seit 2010 ist der Hauptsponsor die jamaikanische Fernseh- und Telekommunikationsfirma LIME. Die Firma hat das Ereignis direkt im Internet übertragen. 2023 war vorerst das letzte Sting Festival.
Die Künstler treten auf einer einzelnen großen Bühne auf. Das Programm ist aufgeteilt unter den Bezeichnungen "Newcomer", "Ladys Corner" oder auch "Bad Girls", "The Warriors" und "Clash". Es beginnen Neulinge im Dancehallbereich, gefolgt von weiblichen Künstlern. Die Warriors sind die bekannten Größen des Reggae und Dancehall. Im Bereich Clash, der jährlich quasi den Höhepunkt des Festivals bildet, treten bekannte Dancehall-Künstler im sogenannten Deejay-Battle gegeneinander an. Es gibt mehrere Clashs jedes Jahr. Manche davon sind auch außerhalb von Jamaika berühmt geworden, wie z. B. die wiederholten Clashs zwischen Bounty Killer und Beenie Man oder auch Ninjaman.
Anthony B. Assassin, Beenie Man, Bling Dawg, Bounty Killer, Buju Banton, Burro Banton, Capleton, Culture, Elephant Man, Freddie McGregor, Harry Toddler, Junior Reid, Lady G, Lady Saw, Mavado, Ninjaman, Papa San, Shabba Ranks, Shinehead, Sizzla, Tony Rebel, Vybz Kartel, Wayne Wonder