
Stojan Stojanow Saimow (auch Stoyan Stoyanov Zaimov geschrieben; bulgarisch Стоян Стоянов Заимов; * 12. August 1853 in Tschirpan, damals Osmanisches Reich; † 9. September 1932 in Plewen, Bulgarien) war ein bulgarischer Revolutionär, Freiheitskämpfer, Autor und Direktor der bulgarischen Nationalbibliothek.

Saimow war Mitorganisator und Führer des blutig niedergeschlagenen Aprilaufstandes (1876). Er war Hauptapostel (Anführer) der Aufständischen in der III. revolutionären Region Wraza. Während des Aufstandes wurde Saimow gefangen genommen und von den osmanischen Behörden zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde nach Eingreifen der Großmächte in lebenslänglich umgewandelt und Saimow wurde im Gefängnis Akkon in der Festung Akkon (heute in Israel) eingesperrt.
Nach dem Frieden von San Stefano 1878 wurde Saimow, wie alle Gefangenen des Aprilaufstandes, freigelassen und er kehrte in das mittlerweile befreite Bulgarien zurück. 1886 begründete er die Zeitschrift „Училищен преглед“ (zu dt. etwa: Schulreview). Zwischen 1903 und 1908 war Saimow Direktor der bulgarischen Nationalbibliothek.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Saimow, Stojan |
| ALTERNATIVNAMEN | Заимов, Стоян Стоянов (bulgarisch); Zaimov, Stojyan Tihov |
| KURZBESCHREIBUNG | bulgarischer Revolutionär und Freiheitskämpfer |
| GEBURTSDATUM | 12. August 1853 |
| GEBURTSORT | Tschirpan, damals Osmanisches Reich |
| STERBEDATUM | 9. September 1932 |
| STERBEORT | Plewen, Bulgarien |