Strengen | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Landeck | |
| Kfz-Kennzeichen: | LA | |
| Fläche: | 23,18 km² | |
| Koordinaten: | 47° 8′ N, 10° 28′ O | |
| Höhe: | 1012 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.198 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6571 | |
| Vorwahl: | 05447 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 06 27 | |
| NUTS-Region | AT334 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorf 12a 6571 Strengen | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Harald Sieß (Namensliste Allgemeine Vorwärts Strengen) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (13 Mitglieder) |
||
| Lage von Strengen im Bezirk Landeck | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||

Strengen ist eine Gemeinde mit 1198 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Sie liegt im Gerichtsbezirk Landeck.
Die Gemeinde Strengen liegt im Stanzertal an der Rosanna. Im östlichsten Punkt der Gemeinde mündet die Trisanna in die Rosanna, gemeinsam münden sie als Sanna in den Inn. Dieser tiefste Punkt der Gemeinde liegt 900 Meter über dem Meer. Nach Süden steigt das Gebiet in der Verwallgruppe auf 2500 Meter an, wobei die höchsten Gipfel der Kleingfallkopf (2440 m), die Pezinerspitze (2550 m) und das Niederjöchl (2316 m) sind. Im Norden wird die Gemeinde von der Parseiergruppe der Lechtaler Alpen begrenzt. Hier sind die höchsten Erhebungen die Feuerköpfe (2827 m), der Dawinspitz, auch Dawinkopf genannt (2970 m), die Eisenspitze (2859 m) und der Südliche Schwarze Kopf (2947 m). Weder die Dawinspitze noch die Eisenspitze befinden sich auf dem Gemeindegebiet von Strengen. Die Eisenspitze liegt auf dem Gemeindegebiet von Flirsch, die Dawinspitze (Dawinkopf) auf dem Gemeindegebiet von Grins.
Die Fläche der Gemeinde beträgt 23 Quadratkilometer. Davon sind 54 Prozent bewaldet, zwölf Prozent werden landwirtschaftlich genutzt und 21 Prozent sind Almen.
Strengen besteht nur aus dem gleichnamigen Ort Strengen. Daneben liegen folgende Siedlungen auf dem Gemeindegebiet (West nach Ost): Riefen, Egg, Unterverill, Verill, Kramategg, Obermühl, Obweg, Unterweg, Balzerlen, Grieshof, Bühele, Brunnen, Unterbrunnen, Weiher, Hof, Lorett, Klaus, Dorf, Bahnhof und die Steigsiedlung.
| Zams | ||
| Flirsch | Grins | |
| Kappl | Tobadill |
Strengen liegt zwischen Landeck und dem Arlberg, an einer alten Römerstraße. Das Ortsbild in seiner Mischung aus romanisch geprägten Mauerhäusern und bajuwarischen Holzhäusern ist noch recht gut erhalten. Die Gemeinde hieß bis in Neuzeit Rall (wie Rall im Trentino), gemeinsam mit Flirsch Rallsberg. Der Name Rall ist rätoromanischen Ursprungs: Das Toponym basiert auf dem vorromanischen bzw. lateinischen Wort *ōru (was „Rand“, „Saum“ oder „Grenze“ bedeutet; vgl. das heutige bündnerromanische Wort ur); daraus bildete sich eine Zugehörigkeitsform *ūrále, die einen Ort beschreibt, der an einem solchen Rand oder einer Geländekante liegt. Erst später wurde die Gemeinde auch „Strengen am Rallsberg“ genannt. Mit dem Bau der Arlbergbahn fiel die Bezeichnung Rallsberg weg. Die Gemeinde heißt seitdem Strengen am Arlberg. Nach Karl Finsterwalder existierte 1336 ein gewisser Jakob der Streng, auf dessen Vorfahren der heutige Ortsname Strengen zurückzuführen sein könnte. In Peter Anichs Atlas Tyrolensis von 1774 wird der Ort als Gstreng erwähnt, wodurch etymologisch auch ein vorrömischer oder romanischer Ursprung dieses heutigen Flurnamens denkbar wäre (etwa castrin, von castrum für römisches Militärlager). Die Urhöfe bzw. Weiler waren: Außer- und Innergrießhof (1754: 7 Häuser); Balzerlen, Blahen, Blasgen und Brunnen (1754: 19 Häuser, 1837: 8 Häuser); Bühele, Dichten und Egg (1754: 3 Häuser); Hof (1754: 18 Häuser); Klaus und Loch (1754: 5 Häuser); Loret (1754: 1, 1837: 3 Häuser); Obermühl und Obweg (1754: 4 Häuser); Unterweg (1754: 17 Häuser); Perflör (1754: 3 Häuser); Riefen (1754: 14, 1837: 9 Häuser); und Verill (1754: 7, 1837: 7 Häuser). Der Hauptort Strengen selbst zählte 1754 acht Häuser, 1837 bereits bis zu 145 Häuser.
| Strengen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 727 | |||
| 1880 | 753 | |||
| 1890 | 795 | |||
| 1900 | 745 | |||
| 1910 | 697 | |||
| 1923 | 761 | |||
| 1934 | 830 | |||
| 1939 | 785 | |||
| 1951 | 876 | |||
| 1961 | 950 | |||
| 1971 | 1.044 | |||
| 1981 | 1.108 | |||
| 1991 | 1.188 | |||
| 2001 | 1.253 | |||
| 2011 | 1.214 | |||
| 2021 | 1.247 | |||
| 2026 | 1.198 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||

Von den 79 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 74 im Nebenerwerb geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 19 Erwerbstätige im Bereich Herstellung von Waren und zehn in der Bauwirtschaft. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (22) und der Handel (9 Mitarbeiter).
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2001 | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 79 | 96 | 12 | 1 |
| Produktion | 6 | 10 | 29 | 62 |
| Dienstleistung | 25 | 22 | 52 | 58 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Derzeit pendeln die meisten Berufstätigen aus, der Tourismus ist anders als bei den Gemeinden im Stanzertal Nahe St. Anton am Arlberg nur wenig entwickelt.
Im Jahr 2011 lebten 536 Erwerbstätige in Strengen. Davon arbeiteten 64 in der Gemeinde, beinahe neunzig Prozent pendelten aus.
Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.
Der Gemeinde wurde 1984 folgendes Wappen verliehen: In Rot eine gestürzte silberne Spitze, darin eine schwarze Kelle.
Die silberne Spitze symbolisiert die Talenge, die Kelle steht für das historisch wichtige Bauhandwerk.
• 2000: Herbert Lorenz, Altbürgermeister