Das Studio Halle war ein Fernsehstudio in Halle (Saale) von 1964 bis 1999.
Anfang 1964 wurde das Studio Halle im ehemaligen Kino Ringtheater am Waisenhausring 8–9 eröffnet als drittes Studio des Deutschen Fernsehfunks neben der Zentrale in Berlin-Adlershof und dem kurz vorher eröffneten Ostseestudio Rostock. Maßgeblicher Initiator war Horst Sindermann, damals Erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle (und späterer langjähriger Volkskammerpräsident), der ein eigenes Sendezentrum im Industriegebiet um Halle, Leipzig und Bitterfeld wollte. Mit dem ersten Leiter Heinz Seibert gründete er im folgenden Jahr auch das Fernsehtheater Moritzburg. Im Studio Halle entstanden zahlreiche Regionalsendungen, viele Filme, sowie beliebte Unterhaltungssendungen, wie Sie und Er und 1000 Fragen oder die Volksmusiksendung Im Krug zum grünen Kranze.
1992 wurde das Studio vom neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk übernommen und bis zur Fertigstellung des neuen Standorts in der Gerberstraße im Jahr 1999 weiter genutzt. Nach Umbaumaßnahmen 2022 wird der Raum gelegentlich für Theateraufführungen und andere Veranstaltungen genutzt.
2013 entstand die Fernsehdokumentation Sindermanns Fernsehfabrik mit vielen Einzelheiten über die Geschichte des Studios.