Wangen (Stuttgart)

Wangen
Stadtbezirk der Landeshauptstadt Stuttgart
Stadtteil-Wappen Stadtkarte
Ehemaliges Wappen von Wangen bis 1905
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Liste der Stadtteile Stuttgarts
Eingemeindung: 1. April 1905
Höhe: 225 m ü. NHN
Bevölkerungsdichte: 2.701 Einwohner je km²
Postleitzahl: 70327
Vorwahl: 0711
Adresse des
Bezirksrathauses:
Wangener Marktplatz 1
70327 Stuttgart
Website: www.stuttgart.de
Bezirksvorsteher: Jakob Bubenheimer (SPD)
Stadtbezirk Einwohner
(Stand 05/2020)
Fläche
Nr. Stadtteil
Wangen 9255 342,6 ha
761 Wangen 9255 342,6 ha
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B10
Stadtbahn U4 U9 U13
Quelle: Datenkompass Stuttgart

Koordinaten: 48° 46′ N, 9° 15′ O

Wangen ist ein am linken Ufer des Neckars liegender Stadtbezirk von Stuttgart. Er ist umgeben von Hedelfingen, Untertürkheim und Stuttgart-Ost (Gaisburg). Zugehörig ist die Inselsiedlung.

Geschichte

Wangen wurde erstmals (zusammen mit Stuttgart) am 8. März 1229 in einer Urkunde des Papstes Gregor IV. für das Kloster Bebenhausen erwähnt. Aber schon zur Zeit der Kelten und Alemannen war der Ort bewohnt. Wangen kam wohl bereits um 1130 zum Hause Württemberg.

Wegen der regelmäßigen Überschwemmungen des Neckars lag das alte Dorf nur an erhöhter Stelle, erst als der Neckar Ende der 1920er Jahre zur Schiffbarmachung kanalisiert wurde, war das Hochwasser gebannt und Wangen erhielt viel neues bebaubares Gelände.

Mit der Verwaltungsreform des Landes Württemberg 1818 gehörte die ehemals selbständige Gemeinde Wangen zum Oberamt Cannstatt und damit zum Neckarkreis. 1882 erhielt Wangen Marktgerechtigkeit und wurde am 1. April 1905 gemeinsam mit Untertürkheim und Cannstatt nach Stuttgart eingemeindet.

Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde Wangen zu einem eigenständigen Stadtbezirk erklärt, der auch bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 nicht verändert wurde. Der Stadtbezirk Wangen besteht somit bis heute lediglich aus einem Stadtteil (Wangen).

Bezirksrathaus W.
Das Bezirksrathaus
Wangen um 1900
Wangen um 1900
Hajek
„Stadtzeichen 69/74“
von Otto Herbert Hajek

Verkehr

Luftaufnahme
Die Stadtbahnhaltestelle Wasenstraße

Fernstraße

Der Stadtbezirk Wangen ist gut über die B 10 (Karlsruhe – Stuttgart – Ulm) zu erreichen.

Stadtbahn

Der fahrplanmäßige Straßenbahnbetrieb und damit der Anschluss an das Stuttgarter Vorort-Straßenbahnnetz erfolgte am 4. November 1910 mit der Linie 15 vom Schlossplatz über Gaisburg bis Wangen. Weiterhin ist Wangen gut mit den Stadtbahnlinien U4 (Hölderlinplatz – Charlottenplatz – Gaisburg – Untertürkheim Bf), U9 (Vogelsang – Hauptbahnhof – Raitelsberg – Hedelfingen) und U13 (Giebel – Bad Cannstatt – Untertürkheim Bf – Hedelfingen) zu erreichen. Folgende Stadtbahnhaltestellen liegen im Stadtbezirk Wangen: Brendle (Großmarkt), Im Degen, Inselstraße, Wasenstraße, Wangen Marktplatz und Stadtwerke Stuttgart (ehem. Hedelfinger Str.).

Radverkehr

Durch Wangen soll künftig die Hauptradroute (HRR) 2 der Stadt Stuttgart zwischen dem Stadtzentrum und Esslingen führen. Sie soll von Stuttgart-Ost kommend durch die Ulmer Straße in die Ortsmitte führen und auf der Hedelfinger Straße weiter nach Hedelfingen. Sie ist aber noch nicht fertiggestellt und nicht ausgeschildert. Richtung Stuttgart-Ost nutzen die Radfahrer derzeit meist die Nähterstraße und deren Verlängerung, die ebenfalls nicht ausgeschildert ist.

Zwischen Wangen und Untertürkheim ist überdies die HRR 2.1 vorgesehen. Am Neckar zweigt nach links die HRR 11 zu den Mineralbädern ab, die aber von der rechten Straßenseite aus nicht erreichbar ist.

Hafen

Der nordwestliche Teil des Stuttgarter Hafens gehört zum Stadtbezirk, auch die Gleise der Hafenbahn Stuttgart erschließen die Wangener Industriegebiete.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Michaelskirche

→ siehe dazu Weinbau in Stuttgart

Politik

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 57,7 %
 %
30
20
10
0
23,4
22,9
11,1
8,3
7,4
6,2
4,5
4,1
12,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
+4,0
−3,4
−0,5
+2,2
−0,5
−0,9
−0,8
−0,3
+0,2
Sonst.

Dem Bezirksbeirat Wangen gehören auf Grund der Einwohnerzahl des Stadtbezirks 9 ordentliche und ebenso viele stellvertretende Mitglieder an. Seit der letzten Kommunalwahl 2024 gilt folgende Sitzverteilung:

Wappen

Wappen von Wangen
Wappen von Wangen
Blasonierung: „In Silber ein pfahlweis gestellter grüner Eichenzweig mit sechs grünen Blättern, oben eine rote Eichel.“
Wappenbegründung: Der Ort benutzte bis 1763 keine Wappen oder Siegel, bis ein Siegel hergestellt wurde, das eine Eichel, einen Stern und den Buchstaben W zeigte. Die Figuren wurden nicht in einem Schild platziert. Das gezeigte Wappen erschien erstmals auf einem Siegel aus dem Jahr 1820. Die Farben wurden 1904 definiert. Der Ursprung oder die Bedeutung der Eichel ist nicht bekannt.

Ehrenbürger

Unternehmen

Galerie

Literatur

Commons: Stuttgart-Wangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ https://www.bv-untertuerkheim.de/pdf/75-Jahre-Vorortstrassenbahn.pdf
  2. ↑ Radverkehrskonzept Hauptradroutennetz 2009. Oktober 2023, abgerufen am 17. Mai 2024.
  3. ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 91
  4. ↑ Ergebnis der Gemeinderatswahl 2019, abgerufen am 4. Juni 2019
  5. ↑ Bezirksbeirat Wangen. In: stuttgart.de. Landeshauptstadt Stuttgart, abgerufen am 19. November 2024.
  6. ↑ Heinz Bardua: Stuttgarter Wappen - Wappenführung und heraldische Traditionen der Stadt und ihrer Vororte. In: Kurt Leipner (Hrsg.): Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart. Band, Nr. 18. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1973, S. 81 f.