| Sulfolobus | ||||||||||||
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Eine Sulfolobus-Zelle, mit zwei | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sulfolobus | ||||||||||||
| Brock (1972) |

Sulfolobus ist eine Gattung von hyperthermophilen Archaea aus der Familie Sulfolobaceae im Reich Thermoproteati. Einige Vertreter sind darüber hinaus acidophil. Die Gattung wurde 1972 von Thomas D. Brock, einem US-amerikanischen Mikrobiologen, in der Zeitschrift Archiv für Mikrobiologie erstbeschrieben. Sulfolobus-Arten wachsen in vulkanischen Quellen, wobei das optimale Wachstum bei einem pH-Wert von 2 bis 3 und Temperaturen von 75 bis 80 °C stattfindet, weshalb sie als acidophil bzw. thermophil gelten. Sulfolobus-Zellen sind unregelmäßig geformt und begeißelt. Vo der Gattung Sulfolobus wurde 2018 von Sakai & Kurosawa die neue Gattung Saccharolobus abgespalten; und die Spezies Sulfolobus tokodaii wurde in diesem Jahr von Tsuboi et al. in die bereits bestehende Gattung Sulfurisphaera verschoben. Alle drei Gattungen, Sulfolobus, Saccharolobus und Sulfurisphaera gehören zur selben Familie Sulfolobaceae.
Die Gattung Sulfolobus zeichnet sich durch die folgenden prägnanten Merkmale aus:
Mittels eines Cäsiumchlorid-Gradienten wurde der GC-Gehalt des Erbgutes mit 60–68 % bestimmt.
Artenliste mit Auswahl an Stämmen (ggf. MAGs bzw. 16S rRNA-Zugriffsnummern), Stand 14. Juli 2025:
Gattung Sulfolobus Brock et al. 1972(L,N,G)
Anm.: Der erstgenannte „Stamm“ (bzw. DNA-Sequenz, MAG) ist die Referenz.
Arten der Gattung Sulfolobus werden von einer Reihe sehr vielgestaltiger Viren parasitiert. Neben dem „Sulfolobus-Virus STSV1“ (vorgeschlagen als Mitglied der spindelförmigen Bicaudaviridae) sind dies u. a. folgende (mit Stand 14. Juli 2025 noch nicht offiziell bestätigte und klassifizierte) Viren: