Im mathematischen Teilgebiet der geometrischen Funktionentheorie ist Sullivan-Starrheit (engl. Sullivan rigidity) eine tiefliegende Verallgemeinerung der Mostow-Starrheit in der Theorie der Kleinschen Gruppen. Sie geht auf Dennis Sullivan zurück.
Sullivan-Starrheit spielt eine zentrale Rolle beim Beweis wesentlicher Sätze der 3-dimensionalen Topologie, zum Beispiel beim Beweis der Ending Lamination Conjecture von Brock-Canary-Minsky und bei Thurstons Beweis der Geometrisierung gefaserter 3-Mannigfaltigkeiten.
Seien diskrete Gruppen von Isometrien des hyperbolischen Raumes , zu denen es einen Isomorphismus gibt. Die Wirkung von auf ihrer Limesmenge sei rekurrent.
Wenn dann ein quasikonformer Homöomorphismus des Randes im Unendlichen des hyperbolischen Raumes ist, so dass
gilt und die Einschränkung von auf den Diskontinuitätsbereich eine konforme Abbildung ist, dann muss eine Möbiustransformation sein.