Sven Saaler (* 1968) ist ein deutscher Historiker und Japanologe. Er erwarb einen Doktortitel im Fachbereich der Philosophie im Jahr 1999 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn. Danach forschte er im Bereich der modernen Geschichte Japans sowie an der Panasien-Bewegung und Regionalismus in Ostasien. In dieser Zeit veröffentlichte (oder arbeitete mit an) über 20 Bücher, fast 100 Artikel, mehrere Enzyklopädie Einträge und viele Kolumnen sowie Kommentare auf deutsch, japanisch und englisch.
Sven Saaler studierte ab Oktober 1987 bis September 1989 in der Universität Mainz, wo er den Master-Studiengang "Moderne und mittelalterliche Geschichte, Politikwissenschaften und antike Geschichte" besuchte. Ab Oktober 1989 bis September 1990 nahm er dann am Master-Studiengang "Moderne und mittelalterliche Geschichte, Politikwissenschaften und Japanstudien" in der Universität zu Köln teil. Schließlich erhielt er seinen Master of Arts Abschluss nach der Teilnahme am Kurs "Japanstudien, moderne Geschichte und Politikwissenschaften" an der Universität Bonn, welchen er von Oktober 1990 bis Dezember 1994 belegte. Von 1996 bis 1998 forschte er an der Universität von Kanazawa mithilfe eines Stipendiums, welches ihm vom deutschen akademischen Austausch Dienst (DAAD) ausgestellt wurde. Von Januar 1995 bis November 1999 belegte er dann erneut an der Universität Bonn sein Doktorat im Bereich "Japanstudien (als Hauptfach), Politikwissenschaften und moderne Geschichte(als Nebenfach)" und erhielt im November 1999 den Doktortitel im Bereich der Philosophie.
Von 1994 bis 1996 war Sven Saaler Redaktionsassistent für die japanische Zeitung Asashi Shimbun im Büro in Bonn. Ab 1996 bis 2002 schrieb er einige Magazine für Pro-Press-Publishers in Bonn, in denen er hauptsächlich über die japanische Telekommunikationsindustrie, Probleme der Bürokratie und öffentliche Vergabeverfahren in Japan berichtete. Ab April 1997 bis März 1998 war er als Gastwissenschaftler (kyakuin kenkyu-in) an der Universität Kanazawa in der ökonomischen Fakultät tätig. Ab April 1998 bis März 1999 war er dann als Lehrer in der ökonomischen Fakultät an der Universität Kanazawa tätig. Schließlich war er noch Lektor im Zentrum für Japanstudien an der Philipps-Universität in Marburg (4/1999 – 9/2000).
Nachdem er Ende 1999 seinen Doktortitel erhalten hatte, fing er ab November 2000 bei dem deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokio als "Senior Research Fellow and Head of Humanities Section" (i.e.S. leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der geisteswissenschaftlichen Abteilung). Des Weiteren hatte er die Positionen "Organizer of DIJ History & Humanities Study Group" (Organisator der DIJ-Studiengruppe Geschichte & Geisteswissenschaften) sowie Acting Deputy Director (Amtierender stellvertretender Direktor (März bis Juni 2002)) inne. Dabei gehörte es zu seinen Hauptaufgaben, internationale Konferenzen zu planen und DIJ-Publikationen zu bearbeiten. Diese Tätigkeiten übte er bis März 2005 aus.
Von April 2005 bis September 2009 arbeitete er als außerordentlicher Professor (jun-kyoju) an der Universität Tokio, Graduiertenschule für Geistes- und Naturwissenschaften. Zugleich war er von Mai 2006 bis April 2007 Lehrbeauftragter an der Tempel-Universität am Japan Campus in Tokio und anschließend bis September 2008 Lehrbeauftragter an der Sophia-Universität.
Von September 2008 bis März 2017 war er als außerordentlicher Professor (jun-kyoju) an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Sophia-Universität. Von April 2019 bis März 2021 fungierte er als Direktor im Master-Studiengang in Globalen Studien (GPGS) an der Universität und ist seit April 2017 Professor (kyoju) an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Sophia-Universität.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Saaler, Sven |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Japanologe |
| GEBURTSDATUM | 1968 |