Die Ortsstelle befindet sich an der Kommunalstraße 27K-408 zwischen Tschistyje Prudy(Tollmingkehmen/Tollmingen) (fünf Kilometer südlich) und Tschkalowo(Enzuhmen/Rodebach) (fünf Kilometer nordöstlich). Drei Kilometer südlich an dieser Straße befindet sich der Ort Dubowaja Roschtscha(Ballupönen/Wittigshöfen).
Geschichte
Soginten, zunächst auch Upidamischken genannt, war um 1780 ein meliertes Dorf, in dem eine Nassauerkolonie angesiedelt war. Auch um 1820 wurde das Dorf als meliert bezeichnet. 1874 wurde die Landgemeinde Soginten namensgebend für einen neu gebildeten Amtsbezirk im Kreis Stallupönen.
Im Oktober 1944 wurde der Ort von der Roten Armee besetzt und kam in der Folge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1950 erhielt er den russischen Namen Swirskoje und wurde dem Tschkalowski selski Sowet im Rajon Nesterow zugeordnet. Swirskoje wurde vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen.
Einwohnerentwicklung
Jahr
Einwohner
1867
138
1871
148
1885
166
1905
149
1910
144
1933
108
1939
93
Amtsbezirk Soginten 1874–1945
Der Amtsbezirk Soginten wurde 1874 im Kreis Stallupönen eingerichtet. Er bestand zunächst aus elf Landgemeinden.
Name
Änderungsname von 1938
Russischer Name nach 1945
Bemerkungen
Anderskehmen
Andersgrund
Bolschaja Dubrowka
Bugdszen
Klimmen
Malaja Dubrowka
1936 bis 1938: Bugdschen
Heygerey
1895 zu Bugdszen
Jurgeitschen
Jürgenrode
Kischken
Kupsten
1938 mit Schepettschen zur neuen Gemeinde Hohenfried zusammengeschlossen
Mehlkinten
Rittigkeitschen
Martinsort
Schepettschen
1938 mit Kupsten zur neuen Gemeinde Hohenfried zusammengeschlossen
Soginten
Swirskoje
Urbszen
Urfelde
1936 bis 1938: Urbschen
1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. Im Oktober 1944 umfasste der Amtsbezirk, nun im umbenannten Landkreis Ebenrode, die neun Gemeinden Andersgrund, Hohenfried, Jürgenrode, Kischken, Klimmen, Martinsort, Mehlkinten, Soginten und Urfelde. Diese sind sämtlich verlassen.
↑Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., № 745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
12Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874
↑Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888
↑Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907
↑M. W. Ehrenreich:Landkreis Stallupönen.In:Gemeindeverzeichnis 1900.U. Schubert,archiviertvomOriginalam21.Juni 2015;abgerufen am 22.Dezember 2025(Stand 1. Dezember 1910).
↑Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939
↑Michael Rademacher:Landkreis Ebenrode.Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006.In:eirenicon.com.Abgerufen am 1.Januar 1900